Sieben Sportlöwen gingen am Samstag beim Tuzla Cup in Berlin auf die Matte. Auch wenn das Teilnehmendenfeld nicht zu den größten des Jahres gehörte, war die Qualität der Konkurrenz beeindruckend. Judoka aus Moldawien, Kirgisistan, Ungarn, Polen, Tschechien, den Niederlanden und Deutschland sorgten für ein internationales und anspruchsvolles Niveau.
Für die Leipziger Athletinnen und Athleten bot das Turnier damit eine hervorragende Gelegenheit, sich mit Gegnerinnen und Gegnern aus verschiedenen Judonationen zu messen und wertvolle Erfahrungen auf internationalem Parkett zu sammeln.
Besonders erfolgreich verlief der Wettkampf für Roman Pluhatyrov und Matheo Horn. Beide blieben ihrer taktischen Linie über den gesamten Turnierverlauf treu und überzeugten durch konsequentes Kampfverhalten sowie klare Aktionen im Stand. Am Ende wurden ihre Leistungen mit Gold und Silber belohnt.
Auch Arthur Senior zeigte eine starke Leistung. In einer hart umkämpften und dicht besetzten Gewichtsklasse setzte er sich in mehreren anspruchsvollen Duellen durch und sicherte sich die Bronzemedaille.
Für Hordii Shuliakovskyi, Nazar Hots, Emil Tischler und Linda Woche endete das Turnier erst in der Vorschlussrunde. Alle vier kämpften sich bis ins Halbfinale vor, mussten sich dort jedoch ihren Gegnerinnen und Gegnern geschlagen geben und verpassten damit knapp die Medaillenkämpfe.
Trotzdem fällt das Fazit positiv aus: Die Sportlöwen präsentierten sich auf internationalem Niveau konkurrenzfähig und konnten wichtige Erfahrungen gegen starke internationale Konkurrenz sammeln.
Ein Teil der Sportlöwen-U11 war am Wochenende beim Stiefelpokal in Döbeln im Einsatz. Das traditionsreiche Turnier war mit rund 300 Judoka aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Hessen stark besetzt und bot den jungen Leipzigerinnen und Leipzigern zahlreiche anspruchsvolle Begegnungen.
Dabei warteten viele enge Duelle und herausfordernde Kämpfe auf die Sportlöwen. Die Kinder zeigten großen Einsatz und kämpften engagiert um jede Wertung. Gleichzeitig wurde deutlich, an welchen Stellen in den kommenden Wochen noch gearbeitet werden kann.
Gerade unter Wettkampfbedingungen zeigt sich häufig, wie sicher Techniken bereits beherrscht werden. Viele Inhalte funktionieren im Training bereits sehr gut, müssen aber noch konsequenter und selbstbewusster unter Wettkampfstress umgesetzt werden. Genau dafür bot der Stiefelpokal eine wertvolle Standortbestimmung.
Trainerin Annett Böhm zog ein positives Fazit:
„Die Kinder haben sich insgesamt gut geschlagen und viele schwierige Kämpfe bestritten. Natürlich gibt es noch Verbesserungspotenzial. Manche Dinge müssen wir im Training noch ernsthafter und häufiger üben, damit sie auch unter Wettkampfdruck sicher funktionieren. Genau dafür sind solche Turniere wichtig.“
Mit Blick auf die kommenden Wochen war der Wettkampf zugleich eine gute Vorbereitung auf den letzten großen Höhepunkt vor den Sommerferien: die Lipsiade.
Fünf intensive Tage, bundesweite Konkurrenz und hohe Anforderungen: Bei der zentralen Sichtung des Deutschen Judo-Bundes (DJB) in der Altersklasse U15 im Bundesleistungszentrum Kienbaum stellten sich in der vergangenen Woche die talentiertesten Nachwuchsjudoka Deutschlands einer umfangreichen Leistungsüberprüfung. Mit dabei: gleich drei Sportlerinnen und Sportler der Leipziger Sportlöwen – ein starkes Zeichen für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins.
Jeder Landesverband erhält für die Teilnahme an der Sichtung ein festgelegtes Kontingent an Nominierungen. Grundlage dafür sind die sportlichen Leistungen der vergangenen Monate. Der Judo-Verband Sachsen durfte in diesem Jahr zwölf Athletinnen und Athleten entsenden – drei der begehrten Plätze gingen an die Leipziger Sportlöwen: Luis von Wolfersdorf, Friedrich Hammermüller und Elsa Nekwasil. Damit stellte der Verein ein Viertel des sächsischen Kontingents.
Unter der Leitung der Bundestrainer Juan Ignacio Cunéo und Jens Malewany wurden die Nachwuchsjudoka in verschiedenen Bereichen intensiv überprüft. Neben technischen Einheiten und Handlungsketten standen Athletiktests, Bewegungsanalysen sowie ein Bodenturnier auf dem Programm. Bewertet wurde dabei nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern insbesondere auch die technische Qualität, die Auffassungsgabe sowie die Fähigkeit, neue Inhalte schnell umzusetzen und in das eigene Judo zu integrieren.
Sachsens U15-Landestrainer Daniel Reimer zog insgesamt ein positives Fazit der Maßnahme. Besonders im athletischen Bereich habe die sächsische Delegation überzeugt – teilweise mit Werten von über 90 Prozent der Normerfüllung. Auch die Leipziger Sportlöwen präsentierten sich hier sehr stark.
Die guten Ergebnisse im athletischen Bereich unterstreichen zugleich die Entwicklung im U15-Leistungssport der Leipziger Sportlöwen. Insbesondere die kontinuierliche Zusammenarbeit mit einem Fitnesstrainer macht sich zunehmend bemerkbar und bestätigt den eingeschlagenen Weg einer professionellen athletischen Ausbildung im Nachwuchsbereich.
Besonders positiv fiel Elsa Nekwasil auf. Vor allem ihre technische Vielseitigkeit hinterließ Eindruck. Da Elsa erst seit vergleichsweise kurzer Zeit intensiv leistungsorientiert trainiert und bislang noch nicht die Sportschule besucht, seien ihre Fortschritte bemerkenswert. Gerade über mehrere Trainingstage hinweg werde sichtbar, mit welcher Qualität und Konzentration sie arbeite und technische Inhalte umsetze.
Für die Leipziger Sportlöwen ist die Teilnahme von gleich drei Nachwuchsathletinnen und -athleten an dieser Maßnahme ein bedeutender Erfolg. Sie unterstreicht die kontinuierliche Entwicklung des Leistungsbereichs und zeigt, dass sich gezielte Nachwuchsarbeit auf Landes- und Bundesebene bemerkbar macht.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am kommenden Wochenende kämpfen Luis von Wolfersdorf, Friedrich Hammermüller und Elsa Nekvasil beim Messe-Cup in Erfurt um wichtige Wettkampferfahrungen und weitere Entwicklungsschritte. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die zweite Jahreshälfte – mit weiteren Maßnahmen und hochklassigen Turnieren, bei denen die jungen Sportlöwen ihren eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen wollen.
Früh am Morgen, während draußen noch geschleppt, aufgebaut und organisiert wurde, herrschte auch in der Halle schon ordentlich Betrieb. Während Helfende die Judomatten von der GutsMuthsstr. in die Robert-Schumann-Gymnasiumsbrachten und draußen bei bestem Wetter kräftig geschwitzt wurde, standen drinnen bereits die nächsten Sportlöwen auf der Matte: Rund 25 Kinder aus den Altersklassen U11 und U13 waren zum gemeinsamen Randori-Training eingeladen.
Der Anlass dafür war ein ausgefallener Wettkampf. Statt das Wochenende einfach ohne sportlichen Höhepunkt verstreichen zu lassen, entstand eine andere Idee: Wenn kein Turnier stattfindet, holen wir die Wettkampfsituation eben in die eigene Halle. Gerade bei großen Trainingsgruppen bietet sich ein gemeinsames Randori fast schon perfekt an – manchmal sogar zielgerichteter als ein Wettkampftag, weil sich Inhalte und Belastung viel besser steuern lassen.
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Trainiert wurde in drei Gruppen. Im Mittelpunkt stand zunächst eine intensive Technikeinheit im Stand, mit einem klaren Fokus auf Fußwürfe. Es wurde ausprobiert, korrigiert und direkt wiederholt – mal technisch sauber, mal mit mehr Tempo, immer wieder mit neuen Partnern. Danach ging das Training Schritt für Schritt in die Randori-Phasen über. Hier konnten die Kinder die Techniken direkt anwenden und sich unter realistischeren Bedingungen messen.
Nach rund zwei Stunden Training war der Tag aber noch lange nicht vorbei. Gemeinsam ging es zum Verbandsliga-Heimkampf der Männer. Für viele Kinder war das etwas Besonderes: die eigene Sportart einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben und zu sehen, wie erfahrene Judoka Mannschaftskämpfe bestreiten.
Und die Stimmung? Die passte zum gesamten Tag. Gemeinsam saßen die Kinder am Mattenrand, feuerten lautstark an und erlebten mit, wie die Männer der Leipziger Sportlöwen ihren ersten Sieg der Saison holten. Dazu gab es eine kleine Stärkung und lokale Limonade – beste Voraussetzungen also für einen langen Judotag.
Gerade für die Jüngsten war es beeindruckend zu sehen, wie intensiv und emotional Mannschaftskämpfe sein können. Vielleicht noch wichtiger: Sie waren nicht nur Zuschauer, sondern Teil davon. Sie trainierten gemeinsam, fieberten gemeinsam mit und sorgten selbst für Stimmung in der Halle.
Nach diesem gelungenen Heimkampftag ist deshalb schon klar: Die Kombination aus gemeinsamem Training und anschließendem Mannschaftskampf hat funktioniert – und dürfte beim nächsten Heimkampf garantiert eine Wiederholung finden.
Es war ein Tag, auf den viele lange gewartet hatten: Zum dritten Kampftag der Verbandsliga richteten die Leipziger Sportlöwen nach vielen Jahren endlich wieder einen Heimkampf aus. In der Sporthalle des Robert-Schumann-Gymnasiums wurde gekämpft, angefeuert, mitgefiebert – und am Ende auch gemeinsam gejubelt.
Zu Gast waren der PSV Leipzig und der VfL Riesa. In der ersten Begegnung des Tages setzte sich der PSV Leipzig mit 5:2 gegen den VfL Riesa durch.
Danach standen die Leipziger Sportlöwen selbst auf der Matte. Gegen den PSV Leipzig ging der Mannschaftskampf zwar mit 2:5 verloren – tatsächlich war die Begegnung aber deutlich enger, als das Ergebnis vermuten lässt. Mehrere Kämpfe wurden denkbar knapp entschieden: Zwei Begegnungen gingen mit minimalem Unterschied verloren, ein weiterer Kampf wurde erst im Gold Score entschieden.
Hinzu kam eine unglückliche Szene: Ein Sportler aus Erfurt, der für die Leipziger Sportlöwen in der Liga startet, verletzte sich am Knie und musste seinen Kampf aufgeben. Mattenarzt Marco Reitmann kümmerte sich direkt vor Ort um die Versorgung. Die ersten Einschätzungen geben vorsichtige Entwarnung – nach aktuellem Stand sieht es glücklicherweise nicht nach einer schwerwiegenden Verletzung aus.
Umso größer war die Freude in der letzten Begegnung des Tages. Gegen den VfL Riesa platzte endlich der Knoten: Mit einem starken 5:2 feierten die Leipziger Sportlöwen ihren ersten Sieg seit langer Zeit in der Verbandsliga – und gleichzeitig den lang ersehnten ersten Erfolg dieser Saison.
Für Tobias Mathieu war genau das ein wichtiges Zeichen. Allen sei bewusst gewesen, dass die erste Saison auf diesem Niveau keine leichte werden würde. Nach vielen knappen Ergebnissen nun zu erleben, dass die Mannschaft nicht nur mithalten, sondern auch einen Mannschaftskampf gewinnen kann, gebe Selbstvertrauen. Der Sieg komme genau zur richtigen Zeit: Für den Finalkampftag reise die Mannschaft nun mit mehr Sicherheit und dem Gefühl an, auf diesem Niveau bestehen zu können.
Mindestens genauso besonders wie die Kämpfe war die Stimmung in der Halle. Viele Helfende packten den ganzen Tag mit an – beim Aufbau, Verkauf, an den Tischen oder rund um die Organisation. Überall wurde unterstützt, organisiert und mitgedacht.
Besonders schön war die Unterstützung am Mattenrand: Kinder aus den U11-Gruppen saßen dicht gedrängt zusammen und feuerten die Mannschaft lautstark an. Ob aus der Südstadt oder aus den Trainingsgruppen von Aaron, Maja, Minea und Annette – gemeinsam wurde bei jedem Kampf mitgefiebert, gejubelt und angefeuert. Genau solche Momente zeigen, was Vereinsleben ausmacht: wenn die Kleinen die Großen unterstützen, Mitglieder zusammenkommen und aus einem Kampftag mehr wird als nur Sport.
Der Heimkampftag hat Lust auf mehr gemacht. Nicht nur wegen des ersten Sieges, sondern weil spürbar wurde, wie viel Zusammenhalt, Energie und Begeisterung in diesem Verein steckt. Die Vorfreude auf den nächsten Heimkampf in der kommenden Saison ist jedenfalls jetzt schon groß.
Mit dem ersten Saisonsieg im Rücken reisen die Leipziger Sportlöwen nun zum Finalkampftag am 13. Juni nach Riesa. Nach drei Kampftagen belegt die Mannschaft mit 2:10 Punkten aktuell Tabellenplatz sechs und liegt damit direkt vor dem VfL Riesa. An der Spitze stehen Judo Holzhausen, der JV Ippon Rodewisch und der Chemnitzer PSV. Beim Finalkampftag treffen die Sportlöwen zunächst auf den VfL Riesa (7.) und anschließend auf den PSV Kamenz (5.). Damit bietet sich noch einmal die Chance, die Saison mit einem positiven Gefühl abzuschließen und sich in der Abschlusstabelle weiter nach vorn zu arbeiten.
Beim Cadet European Cup im polnischen Bielsko-Biała stellte sich Hannes Schürer ein letztes Mal auf internationaler Bühne der Konkurrenz, bevor in wenigen Wochen die Europameisterschaft ansteht. Die Erwartungen an das stark besetzte Turnier waren hoch, auch wenn der Wettkampf am Ende nicht ganz wie erhofft verlief.
Mit drei souveränen Siegen startete Hannes Schürer stark in das Turnier und zog damit ins Poolfinale ein. Dort traf er auf einen starken Kämpfer aus Aserbaidschan, der auf nahezu jede Aktion Schürers eine passende Antwort fand.
Trotzdem setzte der Sportlöwen-Athlet immer wieder offensive Akzente und brachte seinen Gegner mehrfach in Bedrängnis. Nachdem Schürer im Boden zunächst selbst eine Wertung erzielt hatte, unterlief ihm kurz darauf jedoch eine unüberlegte Aktion. Der Aserbaidschaner übernahm die Situation direkt und kam anschließend selbst zu einem Waza-ari im Haltegriff. Diesem Rückstand lief Schürer danach hinterher, obwohl er weiter aktiv blieb und immer wieder versuchte, den Kampf noch zu drehen.
Auch in der Trostrunde gegen einen Kämpfer aus Kasachstan zeigte Schürer eine starke Leistung und lag zunächst mit Yuko in Führung. Im weiteren Verlauf erhielt der Sportlöwen-Athlet jedoch drei Strafen in kurzer Folge – Entscheidungen, die sowohl er selbst als auch Trainer Frederick Jäde nur schwer nachvollziehen konnten.
Trotzdem richtet sich der Blick bereits nach vorn. Für Schürer war das Turnier vor allem eine wichtige Gelegenheit, Erfahrungen für die kommenden Aufgaben mitzunehmen und an Details zu arbeiten.
„Ich muss manche Situationen einfach klarer gestalten, konzentriert bleiben und die Fehler nicht nochmal machen“, erklärte der Sportlöwen-Kämpfer.
Bevor die heiße Phase der Vorbereitung beginnt, steht für Schürer zunächst eine kurze Judopause auf dem Programm. Danach liegt der volle Fokus auf der Europameisterschaft. In den kommenden Wochen folgen intensive Trainingseinheiten sowie internationale Maßnahmen zur unmittelbaren Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt. Bereits am 7. Juni reist Schürer nach Riccione zu einem internationalen Vorbereitungslehrgang. Anschließend wird weiter intensiv trainiert und an den letzten Details gearbeitet, bevor es für den Leipziger Nachwuchsathleten zur U18 Europameisterschaft nach Gran Canaria geht.
Dort wird Cadet European Judo Championships 2026 stattfinden – das große Ziel, auf das die gesamte Vorbereitung seit Monaten ausgerichtet ist.
Die kontinuierliche Weiterbildung der Trainerinnen und Trainer spielt im modernen Vereinssport eine zentrale Rolle. Gerade im Nachwuchsbereich geht es längst nicht mehr nur um das Vermitteln einzelner Techniken, sondern zunehmend um methodische Trainingsgestaltung, Bewegungslernen und die langfristige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Sport.
Aus diesem Grund nehmen Tobias Mathieu und Aaron Schneider aktuell am Trainer-B-Breitensport-Lehrgang des Deutschen Judo-Bundes teil. Der Lehrgang findet an der Sportschule Köln statt und wird von Ralf Lippmann geleitet. Die Ausbildung ist in zwei Teile gegliedert: Der erste Abschnitt lief am vergangenen Wochenende, der zweite Teil folgt Anfang Juni.
Inhaltlich beschäftigt sich der Lehrgang mit zahlreichen Themen rund um Trainingsgestaltung und Vereinsarbeit. Dazu gehören unter anderem Anatomie, Trainingslehre, das Graduierungssystem sowie moderne Ansätze der Trainingsmethodik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem aktuellen System der Judovermittlung: weg vom reinen Erlernen einzelner Techniken, hin zu Bewegungsgefühl, Handlungssicherheit und situativem Anwenden im Kampf.
Den Abschluss des Lehrgangs bilden mehrere Prüfungsbestandteile: eine theoretische Klausur, eine Hausarbeit zu einem selbstgewählten Thema sowie eine sogenannte Lehrprobe – also eine Mustertrainingseinheit mit einer Trainingsgruppe.
Trainer Aaron Schneider zeigte sich nach dem ersten Lehrgangsblock beeindruckt von den Inhalten:
„Es war extrem viel Wissen in sehr kurzer Zeit. Natürlich muss vieles jetzt erst einmal nachbereitet werden und ein bisschen sacken. Aber die Inhalte waren hochinteressant und haben nochmal einen ganz anderen Blickwinkel eröffnet. Man beginnt automatisch, auch das eigene Training kritisch zu hinterfragen: Mache ich bestimmte Übungen aus einem guten Grund oder einfach nur, weil wir sie schon immer so gemacht haben? Genau dieses Durchbrechen alter Muster fand ich besonders spannend. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den zweiten Teil.“
Mit der Teilnahme am Lehrgang investieren die Sportlöwen weiter gezielt in die Qualität ihrer Trainingsarbeit und die langfristige Entwicklung ihres Nachwuchses. Nur so können wir unserem Anspruch gerecht werden: Für alle Sportlerinnen und Sportler das bestmögliche Training anbieten.
Für die Sportlöwen ging es am Wochenende zur offenen Mitteldeutschen Meisterschaft (MDEM) der Männer und Frauen. Die MDEM ist nicht nur ein guter Kraftvergleich im Mitteldeutschen Raum, es geht auch um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Entsprechend hoch ist auch das Niveau des Turniers, bei dem zahlreiche starke Athletinnen und Athleten aus den drei Landesverbänden Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf die Matte gingen. Von den Sportlöwen stellten sich sechs Judoka der Herausforderung.
Einige Gewichtsklassen waren extrem stark besetzt. So wartete zum Beispiel auf Nazar Hots in der Klasse bis 66 kg ein schweres Teilnehmerfeld mit vielen erfahrenen Kämpfern. Trotz engagierter Leistungen reichte es für ihn ebenso wie für Lasse Stalling am Ende nicht für eine Platzierung.
Dennoch konnten die Sportlöwen mehrere Medaillen mit nach Leipzig bringen: Caroline Gentsch erreichte den zweiten Platz, Bronze sicherten sich Steffen Schüpbach, Emilie Schulz und Oliver Perle.
Neben den sportlichen Ergebnissen blieb vor allem der Teamgedanke des Wettkampftages in Erinnerung. Die Sportlöwen reisten als größere Gruppe an und unterstützten sich über den gesamten Tag gegenseitig am Mattenrand.
Lasse Stalling beschreibt die Atmosphäre beim Wettkampf:
„Es war ein tolles Gefühl, als größere Gruppe anzureisen. Dadurch hatte das Ganze fast schon Teamwettkampfcharakter. Wir haben uns gegenseitig angefeuert, gecoacht und unterstützt. Alle haben nach ihren Möglichkeiten gekämpft und ihr Bestes gegeben – und damit kann man zufrieden sein. Besonders für Oli haben wir uns gefreut, er hat seinen ersten Wettkampf nach über 5 Jahren Pause gemacht und konnte sich direkt einen Medaillenplatz erkämpfen!“
Mit mehreren Medaillen und wichtigen Erfahrungen auf hohem Niveau endet damit ein intensiver Wettkampftag für die Sportlöwen. Jetzt geht es an die Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft am 06. Und 07. Juni in Duisburg.
Die Leipziger Sportlöwen sind vom Deutschen Judo-Bund mit dem Vereinszertifikat in Platin ausgezeichnet worden – der höchsten Zertifizierungsstufe, die der DJB vergibt. Damit gehören die Sportlöwen zu einem kleinen Kreis von Vereinen in ganz Deutschland, die dieses Gütesiegel tragen dürfen. Neben den Leipziger Sportlöwen gibt es aktuell nur acht weitere Vereine bundesweit mit dieser höchsten Auszeichnung. In Sachsen besitzen lediglich noch die Sportfreunde Yorokobi Radebeul diese Zertifizierung.
Seit 2025 vergibt der Deutsche Judo-Bund ein neues Vereinszertifikat in den drei Abstufungen Silber, Gold und Platin. Bewertet werden dabei neun verschiedene Kategorien der Vereinsarbeit. Dazu gehören Prävention sexualisierter und interpersoneller Gewalt, Ehrenkodizes und Führungszeugnisse, Trainerqualifikation, Nachwuchsgewinnung im Jugend- und Funktionärsbereich, Fortbildungen, Freizeit- und Communityangebote, sportliche Nachwuchsförderung, Wettkampfsport sowie Breitensport.
Genau das macht diese Auszeichnung so besonders: Es reicht nicht aus, nur in einem Bereich stark zu sein. Vereine müssen nachweisen, dass sie insgesamt nachhaltig, verantwortungsvoll und qualitativ hochwertig arbeiten.
Für die Leipziger Sportlöwen ist die Auszeichnung deshalb weit mehr als nur eine Urkunde. Sie gilt als offizielle Bestätigung der Entwicklung der vergangenen Jahre – und genau das macht den Verein besonders stolz.
„Am Ende spiegelt diese Auszeichnung genau den Weg wider, den wir als Verein in den vergangenen Jahren gegangen sind. Vieles davon wussten wir natürlich selbst schon und leben es jeden Tag im Vereinsalltag. Aber wenn das dann noch einmal von oberster Stelle im deutschen Judosport bestätigt wird, ist das schon etwas Besonderes“, erklärt Geschäftsführer Sören Starke.
Besonders wichtig sei dabei, dass die Auszeichnung kein Erfolg einzelner Personen sei.
„Das ist ein echtes Gemeinschaftsprodukt. Trainerinnen und Trainer, Ehrenamtliche, Präsidium, Eltern, Helfer und viele weitere Menschen haben ihren Anteil daran, dass wir heute dort stehen, wo wir stehen. Dass sich genau diese Arbeit jetzt in einem solchen Gütesiegel widerspiegelt, macht uns als Verein unglaublich stolz.“
Mit dem Vereinszertifikat in Platin gehören die Leipziger Sportlöwen nun offiziell zu den höchstzertifizierten Judovereinen Deutschlands – eine Auszeichnung, die die Entwicklung und Arbeit des gesamten Vereins auf besondere Weise unterstreicht.
Mit 19 qualifizierten Sportlerinnen und Sportlern reisten die Leipziger Sportlöwen zur Landesmeisterschaft der U13 nach Rodewisch. Insgesamt gab es in Sachsen nur vier Vereine, die überhaupt mit mehr als zehn Kindern vertreten waren. Bereits das zeigt, wie breit die Leipziger Sportlöwen in dieser Altersklasse mittlerweile aufgestellt sind.
Dass diese Stärke nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ sichtbar wurde, zeigte sich im Verlauf des Wettkampftages eindrucksvoll. Mit acht Medaillen sicherten sich die Leipziger Sportlöwen Platz 1 in der Vereinswertung des olympischen Systems. Hinzu kamen vier weitere fünfte Plätze. Damit kämpften insgesamt zwölf der 19 gestarteten Kinder um Medaillen oder standen direkt in den Medaillenrängen – ein Ergebnis, das die Landesmeisterschaft in diesem Jahr deutlich mitprägte.
Besonders stark präsentierten sich die Leipziger Sportlöwen in den hochwertig und quantitativ stark besetzten Gewichtsklassen bis 37 kg und bis 43 kg. Gerade dort gelangen wichtige Platzierungen und Medaillenerfolge.
Auch die jüngsten Jahrgänge überzeugten bereits mit starken Leistungen. Martin Richter erreichte Platz 5, Yevhenii Yakovenko Platz 7 und Malina Rose sicherte sich sogar den Landesmeistertitel bis 27 kg.
Trainer Tobias Mathieu zog ein positives Fazit:
„Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit allen Sportlerinnen und Sportlern. Gleichzeitig sehen wir bei jedem Kind weitere Entwicklungsmöglichkeiten, an denen wir in den kommenden Wochen weiter arbeiten wollen.“
Die Ergebnisse zeigen gleichzeitig die starke Entwicklung der gesamten Altersklasse. Die U13-Trainer leisten gemeinsam eine absolut hervorragende Arbeit. Die aktuelle Trainerstruktur funktioniert sehr gut und macht gleichzeitig Hoffnung für die kommenden Jahre.
Bereits in drei Wochen startet ein Teil der Mannschaft beim EGA-Pokal – einem der stärksten und reizvollsten Turniere Deutschlands in dieser Altersklasse.
Der „Deadly Dozen“ ist ein hochintensives Wettkampfformat, das sich an aktuellen Trends im Functional Fitness orientiert – vergleichbar mit Formaten wie HYROX. Zwölf fordernde Challenges werden jeweils mit 400-Meter-Läufen kombiniert. Die permanente Abfolge aus Kraftbelastung und Lauf sorgt für eine außergewöhnlich hohe Gesamtbeanspruchung ohne echte Erholungsphasen.
Die Stationen verlangen ein breites athletisches Profil: Maximalkraft, Kraftausdauer, Laufleistung und mentale Stabilität greifen ineinander. Unter Vorermüdung müssen Übungen sauber und effizient ausgeführt werden – ein entscheidender Faktor, der dieses Format deutlich von klassischen Trainings- oder Wettkampfformen abhebt.
Das Event fand in Leipzig statt. Für die Leipziger Sportlöwen gingen Emilie Schulz, Maya Zippel, Lilo Barich und Saskia Rose im Teamformat „4 for 4“ an den Start. In dieser Staffelvariante wird die Gesamtbelastung innerhalb des Teams aufgeteilt, sodass jede Athletin gezielt ihre Stärken einbringen kann. Neben der individuellen Leistungsfähigkeit ist die taktische Aufgabenverteilung ein zentraler Erfolgsfaktor.
In einer Gesamtzeit von 52:32 Minuten sicherten sich die vier Sportlöwinnen souverän den 1. Platz in der Kategorie der Vierer-Frauenteams.
Bemerkenswert ist die Ausgangslage: Eine spezifische Vorbereitung auf dieses Format fand nicht statt. Zwar verfügen alle vier als Trainerinnen über eine sehr gute athletische Basis – Saskia Rose zusätzlich als Fitnesstrainerin – dennoch stellt der „Deadly Dozen“ mit seiner Intensität und Struktur ein deutlich höheres Belastungsniveau dar als der gewohnte Trainingsalltag.
Saskia Rose ordnete die Bedingungen klar ein: Die Belastung lag bei „10 von 10“, vor allem durch die Sonne und die zusätzlichen äußeren Faktoren. Gleichzeitig fiel der Erlebnisfaktor etwas geringer aus als erhofft. Durch einen sehr späten Start waren die vier oft allein auf der Strecke und an den Stationen, wodurch der direkte Vergleich mit anderen Teams und die typische Wettkampfdynamik weitgehend fehlten.
Was die vier Sportlöwinnen an diesem Tag geleistet haben, ist alles andere als selbstverständlich. Ohne spezifische Vorbereitung ein derart intensives Wettkampfformat anzugehen und es dann auch noch erfolgreich zu bestreiten, zeugt von großer körperlicher Stärke, hoher Belastbarkeit und einem ausgeprägten Teamverständnis. Gleichzeitig stand – unabhängig von der extremen Beanspruchung – vor allem das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt. Die vier verbrachten einen intensiven, aber rundum gelungenen sportlichen Nachmittag, der weit über das Ergebnis hinausgeht. Genau solche Aktivitäten außerhalb des Judotrainings sind für die Entwicklung als Team von großer Bedeutung. Der Verein unterstützt dieses Engagement bewusst – auch durch kleine Zeichen wie die gemeinsamen T-Shirts – und fördert solche Teambuilding-Maßnahmen sehr gern. Umso schöner ist es, wenn aus diesem Miteinander nicht nur ein besonderes Erlebnis, sondern am Ende auch ein erster Platz entsteht.
Mit der ersten Lions Academy ist den Leipziger Sportlöwen ein starker Auftakt für ein neues Trainingsformat gelungen. Im Mittelpunkt standen die Altersklassen U11 und U13 – mit einem klaren Fokus auf technische Ausbildung und intensives Randori.
Am Samstag, 2. Mai, kamen insgesamt 63 Kinder in der Judo-Halle der Leipziger Sportlöwen zusammen, darunter 16 Nachwuchsjudoka vom Kodokan Erfurt. Die inhaltliche Leitung übernahmen Annett Böhm, Trainerin der Leipziger Sportlöwen und Olympia-Dritte, gemeinsam mit Tobias Mathieu, Aaron Schneider, Nico Mulitze und Minea Brodowski. Aus Erfurt reisten die Trainer André Hoffmann, Stefan Döring sowie Mirko und Anna Landgraf an.
Zwischen den Beteiligten besteht seit vielen Jahren eine enge Verbindung: Sören Starke, Andre Hoffmann und Annett Böhm kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Leipzig und dem Leistungssport, ebenso bestehen enge Verbindungen zu den Erfurter Trainern. Nico Mulitze, gebürtig aus Jena, ist zudem eng mit den Erfurtern verbunden, da viele von ihnen am Landesstützpunkt in Jena trainiert haben. Diese gewachsene Freundschaft und gemeinsame sportliche Vergangenheit prägten die besondere Atmosphäre auf der Matte und waren im gesamten Lehrgang spürbar.
Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Technik: Unter der Leitung von Annett Böhm arbeiteten die Teilnehmenden intensiv an Einbeintechniken, insbesondere am Harai-Goshi. Direkt im Anschluss folgten mehrere Runden Standrandori, in denen die Inhalte unter realistischen Bedingungen angewendet wurden.
In der Mittagspause zeigte sich die Lions Academy auch organisatorisch bestens aufgestellt. Bei bestem Wetter wurde der Außenbereich genutzt, während die Kinder in der Halle aktiv blieben. Für die Verpflegung sorgten Emil und Moritz, die mit ihrem Catering einen wichtigen Beitrag zur gelungenen Gesamtatmosphäre leisteten.
Am Nachmittag übernahm Tobias Mathieu, Trainer der Leipziger Sportlöwen, die zweite Einheit mit dem Schwerpunkt Bodentechnik. Seine methodisch klar aufgebauten Inhalte wurden anschließend in intensiven Ne-waza-Randori-Runden gefestigt. Die hohe Trainingsbelastung war gewollt – und wurde von den Teilnehmenden mit großer Motivation angenommen.
„Das war ein fantastischer Trainingstag. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, wieder mit meinen alten Freunden zusammen auf der Matte zu stehen, aber auch dieses intensive Arbeiten an einer Technik. Gerade meine Kinder aus der U11-Gruppe haben die Inhalte ganz toll umgesetzt. Die Kombination, mit anderen Vereinen zu trainieren, macht unglaublich viel Spaß. Dazu das gute Essen, das schöne Wetter und am Ende das Eis – das hat den Tag perfekt abgerundet. Das war ein ganz tolles Kurztrainingslager und eine wirklich gelungene Lions Academy“, resümierte Annett Böhm.
Der Lehrgang endete mit vielen zufriedenen, aber auch erschöpften Gesichtern. Die Resonanz war durchweg positiv. Eine Fortsetzung ist bereits für das zweite Halbjahr geplant. Perspektivisch soll das Format auch für weitere Vereine geöffnet und regelmäßig angeboten werden – mit wechselnden inhaltlichen Schwerpunkten, aber stets mit klarem Fokus auf Technikentwicklung und intensives Randori.
Hannes Schürer ist für die U18 Europameisterschaften nominiert worden. Die Titelkämpfe finden vom 29. Juni bis 2. Juli 2026 auf Gran Canaria (Spanien) statt. Für ihn und auch für sein gesamtes Umfeld ist das ein besonderer Moment – und das Ergebnis einer Entwicklung, die er sich über Monate hinweg konsequent erarbeitet hat.
Ein wesentlicher Anteil an dieser Entwicklung liegt in der kontinuierlichen Arbeit von Landestrainer Frederik Jäde, der Hannes seit der U15 begleitet und maßgeblich geprägt hat.
„Ich freue mich extrem für Hannes. Er hat sich das wirklich verdient. Gerade nach den Rückschlägen im letzten Jahr hat er unglaublich professionell gearbeitet – auf und neben der Matte. Das ist nicht selbstverständlich in dem Alter.“
Nach einer verletzungsbedingt schwierigen Phase, insbesondere durch Probleme am Oberschenkel, arbeitete sich Hannes Schritt für Schritt zurück. Spätestens beim European Cup im ungarischen Györ zeigte er, dass er auf internationalem Niveau angekommen ist und sich mit der europäischen Spitze messen kann.
„Er hat sich dieses Selbstvertrauen hart erarbeitet. Heute ist er an einem Punkt, an dem er jeden schlagen kann – und das weiß er auch.“
Der European Cup in Berlin diente zuletzt als wichtiger Gradmesser. In einem stark besetzten Feld erreichte Hannes Platz sieben – ein Ergebnis, das hinter den eigenen Erwartungen blieb.
„Natürlich sind wir damit nicht zufrieden. Da wäre mehr drin gewesen. Aber genau das ist jetzt die Chance, die richtigen Schlüsse zu ziehen.“
Gerade in engen Situationen wird nun gezielt angesetzt. Ein zentraler Punkt ist die taktische Reife: Kämpfe nicht nur aktiv zu gestalten, sondern sie im richtigen Moment auch kontrolliert zu entscheiden.
„Hannes ist jemand, der immer auf Ippon geht, immer werfen will. Das ist eine riesige Stärke. Aber auf diesem Niveau musst du auch lernen, einen Kampf clever über die Zeit zu bringen oder taktisch zu entscheiden, wenn sich die klare Chance nicht ergibt.“
Was ihn darüber hinaus besonders auszeichnet, ist sein außergewöhnlicher Siegeswille – sichtbar in vielen Details seines Kampfverhaltens.
„Er gibt keinen Kampf verloren. Selbst wenn er im Haltegriff ist, findet er Wege, sich zu befreien. Er bleibt immer gefährlich und glaubt bis zum Ende an seine Chance. Das ist eine Qualität, die man nicht trainieren kann.“
Auch seine Herangehensweise im Training hebt ihn hervor. Hannes arbeitet strukturiert, reflektiert und mit klaren Zielen.
„Er ist für sein Alter extrem selbstreflektiert. Nach einem verlorenen Kampf braucht er nicht lange, um den Schalter umzulegen und sich zu fragen, was er selbst besser machen kann. Und genau daran arbeitet er dann im Training – jeden Tag, in jeder Einheit.“
Vor der Europameisterschaft steht mit einem weiteren internationalen Einsatz in Polen die nächste wichtige Station an. Dort geht es darum, weitere Punkte für die Setzliste zu sammeln und die Ausgangsposition für den Saisonhöhepunkt weiter zu verbessern.
Für Frederik Jäde ist klar:
„Hannes fährt nicht zur Europameisterschaft, um nur dabei zu sein. Er will eine Medaille – und das ist absolut realistisch.“
Beim Bundessichtungsturnier der U16 in Duisburg sowie dem anschließenden Trainingslager in Köln sammelten Friedrich Hammermüller und Luis von Wolffersdorff wichtige Erfahrungen auf nationaler Ebene. Beide gehören dem Jahrgang 2013 an und waren damit die jüngsten Teilnehmer im Feld – entsprechend realistisch war die Erwartungshaltung.
Im Vordergrund stand das Ankommen in der neuen Altersklasse sowie das Kämpfen unter U18-Regeln. Gegen teils deutlich erfahrene Gegner aus den Jahrgängen 2011 und 2012 zeigten beide, dass sie konkurrenzfähig sind und sich nicht verstecken müssen. In einzelnen Situationen fehlte noch die optimale Entscheidungsfindung, wodurch mögliche Kampferfolge nicht konsequent genutzt wurden. Diese Aspekte sind klar identifiziert und Teil der weiteren Entwicklung.
Das anschließende Trainingslager unter Leitung der Bundestrainer Jens Malewany und Juan Ignacio Cuneo bot eine wertvolle Plattform, um die Turniererfahrungen direkt aufzugreifen. Durch viele Trainingsrunden mit wechselnden Partnerinnen und Partnern konnten zentrale Inhalte gefestigt und weiterentwickelt werden.
Der Fokus richtet sich nun auf den nächsten Vergleich am 30. Mai bei dem neben Friedrich Hammermüller und Luis von Wolffersdorff weitere Athletinnen und Athleten des Vereins starten werden. Ziel bleibt es, die Anpassung an die neue Altersklasse weiter voranzutreiben und die gesammelten Erfahrungen in konkrete Leistungssteigerungen zu überführen.
Wer regelmäßig trainiert, kennt es: Erste Beschwerden schleichen sich ein, Termine sind schwer zu bekommen und kleine Probleme werden schnell größer. Im Leistungssport ist es noch deutlicher – hohe Belastung führt zwangsläufig zu Verletzungen, und jede Verzögerung kostet wertvolle Trainingszeit.
Umso besser, dass die Leipziger Sportlöwen mit der WeMove Physiotherapie einen passenden Partner gefunden haben.
Die Brüder Valentin und Jonathan Thies stehen hinter der Praxis. Beide kommen aus dem Leistungssportumfeld, sind speziell ausgebildet in moderner Physiotherapie und haben sich früh auf die Arbeit mit Sportlern spezialisiert. Sie arbeiten bereits seit längerer Zeit mit dem Landesleistungsstützpunkt Judo zusammen, stehen im Austausch mit den Judo-Landestrainern und betreuen zahlreiche Kaderathleten regelmäßig.
Genau diese Erfahrung macht den Unterschied: Sie wissen, wie Training gesteuert wird, wie Belastung wirkt und was es braucht, um nach einer Verletzung schnell und stabil wieder zurückzukommen. Viele unserer Leistungssportler nutzen die Praxis bereits – mit entsprechend guten Erfahrungen.
Das Leistungsspektrum ist breit aufgestellt. Neben klassischer Physiotherapie gehören auch Osteopathie und Chiropraktik dazu. Ergänzt wird das durch manuelle Therapie, Krankengymnastik, Lymphdrainage, Kinesiotaping sowie moderne Reha- und Trainingsansätze. Ziel ist immer, nicht nur Beschwerden zu behandeln, sondern den Körper langfristig belastbar zu machen.
Für unsere Kaderathleten bedeutet das vor allem: schnelle Termine, kurze Wege und eine Behandlung auf hohem Niveau. Verletzungen können gezielt angegangen werden und der Wiedereinstieg ins Training gelingt deutlich strukturierter.
Gleichzeitig ist das Angebot auch für alle anderen im Verein relevant. Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – wer Beschwerden hat oder präventiv etwas tun möchte, findet hier eine zuverlässige und professionelle Betreuung direkt im Viertel.
Wir freuen uns, in diesem wichtigen Bereich endlich einen starken Partner an unserer Seite zu haben.
Am Samstag fand in Leipzig die diesjährige Bezirksmeisterschaft (BEM) der Altersklasse U13 statt. Die BEM ist gleichzeitig der Qualifikationswettkampf für die Landesmeisterschaft (LEM). Entsprechend hoch war die Bedeutung des Wettkampfs – und mit insgesamt rund 45 Starterinnen und Startern stellten die Sportlöwen das größte Team des Turniers.
Neben den regulären U13-Judoka nutzten auch einige Sportlerinnen und Sportler des älteren U11-Jahrgangs die Gelegenheit, schon einmal in der neuen Altersklasse anzutreten. Dieses „Reinschnuppern“ bietet eine wichtige Grundlage, um sich frühzeitig an das höhere Wettkampfniveau zu gewöhnen. Mit Malina Rose und Martin Richter konnten sich zwei U11-Judoka sogar mit einer Goldmedaille belohnen – eine sehr starke Leistung
Über den gesamten Wettkampftag hinweg zeigten die Sportlöwen viele engagierte Kämpfe und konnten zahlreiche Trainingsinhalte erfolgreich umsetzen. Besonders die Abläufe und Strukturen im Kampf werden zunehmend sicherer – auch wenn in einzelnen Situationen noch Entwicklungspotenzial besteht.
Mit insgesamt 19 Medaillen sicherten sich die Sportlöwen eine starke Ausgangsposition und zahlreiche Qualifikationen für die anstehende Landesmeisterschaft.
Trainer Tobias Mathieu ist schon gespannt auf die LEM:
„Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Mit 19 Medaillen haben wir viele Qualifikationen für die Landesmeisterschaft erreicht. Man sieht, dass wir gut vorankommen. Die Kinder haben inzwischen einen klaren Ablauf im Kopf, auch wenn es hier und da noch an einzelnen Schritten hapert. Insgesamt sind wir auf einem sehr guten Weg – und ich freue mich auf die Landesmeisterschaft mit fast 20 Teilnehmenden.“
Mit diesem starken Ergebnis richten die Sportlöwen nun den Blick auf die nächste Stufe im Wettkampfsystem: die Landesmeisterschaft der U13.
Manche Entwicklungen zeichnen sich langsam ab – andere entstehen in einem besonderen Moment. Beim Trainerlehrgang mit Ralf Lippmann durfte unser Vereinsmitglied Aaron Köbsch genau einen solchen Moment erleben.
Aaron ist seit über einem Jahr ein fester Bestandteil unseres Teams im Vorschulbereich. Mit viel Engagement, Geduld und einem hervorragenden Gespür für Kinder leitet er bei den Leipziger Sportlöwen unsere Kindersportangebote für die Jüngsten und begeistert dort Woche für Woche mit seiner positiven Art.
Vor rund einem halben Jahr entdeckte Aaron zusätzlich seine Begeisterung für Judo. Seitdem steht er selbst auf der Matte, sammelt erste Erfahrungen im Training und unterstützt inzwischen auch als Assistenztrainer unseren Judo-Anfängerkurs. Obwohl er offiziell noch den weißen Gürtel trug, war schnell zu erkennen, mit welchem Interesse, welcher Lernbereitschaft und welchem Einsatz er sich in die Sportart einarbeitet.
Da Aaron für neue Inhalte stets offen ist und Fortbildungen mit großer Neugier verfolgt, wurde er von uns zum Trainerlehrgang mit Ralf Lippmann eingeladen. Auch wenn sich solche Maßnahmen in erster Linie an lizenzierte Trainerinnen und Trainer richten, war schnell klar: Die Inhalte würden perfekt zu ihm passen.
Während des Lehrgangs wurden zahlreiche praktische Situationen aus dem Anfängertraining demonstriert und gemeinsam erarbeitet. Aaron zeigte dabei eine beeindruckende Auffassungsgabe, setzte Aufgaben präzise um und überzeugte mit technischen Fähigkeiten im Boden und Stand.
Das blieb auch Ralf Lippmann nicht verborgen. Mit sichtlicher Anerkennung stellte er fest, dass kaum zu glauben sei, dass Aaron noch den weißen Gürtel trage. Nach den gezeigten Leistungen folgte ein besonderer Moment: Aaron erhielt direkt vor Ort die Anerkennung zum gelben Gürtel.
Diese Auszeichnung steht zugleich für die moderne Entwicklung im Judosport. Gürtelprüfungen werden heute zunehmend nicht mehr nur in klassischen Prüfungssituationen abgelegt, sondern durch nachgewiesene Leistungen im Training, in Bewegungsaufgaben und in realen Anwendungssituationen erbracht.
Genau diesen Nachweis hat Aaron an diesem Tag eindrucksvoll geliefert.
Wir freuen uns sehr, mit Aaron Köbsch einen so engagierten jungen Trainer in unseren Reihen zu haben. Es ist alles andere als selbstverständlich, sich ohne lange Erfahrung und ohne formale Qualifikation bereits so aktiv einzubringen und freiwillig an einer hochwertigen Trainerfortbildung teilzunehmen. Dieses Interesse, diese Lernbereitschaft und dieser Einsatz verdienen große Anerkennung.
Wir sind uns sicher, dass Aaron an diesem Tag nicht nur den gelben Gürtel, sondern auch eine große Menge wertvollen Wissens mit nach Hause genommen hat. Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf seinen weiteren Weg auf und neben der Matte.
Manche Wochenenden sind mehr als nur Termine im Kalender. Manche setzen Energie frei, verändern Blickwinkel und geben neuen Schwung für die tägliche Arbeit auf der Matte. Genau so ein Wochenende liegt hinter den Leipziger Sportlöwen.
Mit Ralf Lippmann durften die Sportlöwen einen der profiliertesten Ausbildungsfachleute des deutschen Judosports in Leipzig begrüßen. Er ist seit vielen Jahren im Deutschen Judo-Bund als Lehr- und Prüfungsreferent tätig und ist Referent an der Trainerakademie Köln. Begleitet wurde er von Mareen Kräh, ehemalige mehrfache Medaillengewinnerin bei Welt- und Europameisterschaften, die heute als Trainerin bei der Bundespolizei tätig ist.
Für die Leipziger Sportlöwen war diese Veranstaltung in mehrfacher Hinsicht besonders: Ralf Lippmann war zuletzt vor rund 20 Jahren in Sachsen – und aller Voraussicht nach auch zum letzten Mal, da er im kommenden Jahr in den Ruhestand geht. Umso bedeutender ist es, dass er diesen Abschnitt bei den Sportlöwen abgeschlossen und sein Wissen noch einmal in dieser Form weitergegeben hat.
Kompetenzorientiertes Lernen im Mittelpunkt
Im Zentrum des Lehrgangs stand das Thema kompetenzorientiertes Lernen – ein moderner und zukunftsweisender Ansatz, von dem die Leipziger Sportlöwen seit längerer Zeit überzeugt sind. Ziel war es, neue Wege aufzuzeigen, wie Kinder und Jugendliche Judo nachhaltiger, eigenständiger und mit mehr Verständnis erlernen können.
Behandelt wurden unter anderem Unterschiede zwischen deduktiven und induktiven Lernmethoden sowie deren praktische Anwendung im Trainingsalltag. Besonders wertvoll: Der Lehrgang bestand zu rund 80 Prozent aus Praxis. Inhalte wurden nicht nur erklärt, sondern unmittelbar auf der Matte erlebbar gemacht.
Genau diese Mischung sorgte für große Begeisterung. Es wurde ausprobiert, hinterfragt, diskutiert und direkt übertragen. Bei den Trainerinnen und Trainern der Sportlöwen war deutlich zu spüren, mit welcher Neugier und Offenheit sie die Inhalte aufgenommen haben.
Offizielle Verbandsmaßnahme
Ein besonderer Dank gilt dem Judo-Verband Sachsen. Die Leipziger Sportlöwen haben den Lehrgang eigenständig initiiert und organisiert und sind dankbar, dass der Verband die Maßnahme als offizielle Fortbildung anerkannt und unterstützt hat. Stellvertretend dafür war Prüfungsreferent René Liesebach eingebunden.
Dadurch bestand für alle Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Trainer-C-, Trainer-B- oder Trainer-A-Lizenz im Rahmen dieses Lehrgangs zu verlängern.
Lernen, Austausch und Gemeinschaft
Neben den fachlichen Inhalten blieb auch das Miteinander nicht auf der Strecke. Am Samstagabend wurde bei bestem Wetter gemeinsam gegrillt, die Sauna eingeheizt und in entspannter Atmosphäre weiter über Judo, Training und Entwicklungsmöglichkeiten gesprochen.
Gerade in diesen Gesprächen wurde deutlich, wie stark das Wochenende nachwirkte. Viele Trainerinnen und Trainer waren hochmotiviert, die neuen Ideen direkt in ihre Gruppen mitzunehmen und das Gelernte an Kinder und Jugendliche weiterzugeben.
Der nächste Schritt bei den Sportlöwen
Für die Leipziger Sportlöwen steht fest: Dieses Wochenende war kein Einzelereignis, sondern ein Startpunkt. Die Inhalte sollen nun schrittweise in den Trainingsalltag einfließen – insbesondere im Anfängerbereich sowie in den jungen Altersklassen.
Gleichzeitig ist klar: Veränderung braucht Zeit. Viele Trainerinnen und Trainer geben verständlicherweise zunächst das weiter, was sie selbst gelernt haben. Neue Denkweisen zu etablieren, ist ein Prozess. Die Sportlöwen wollen diesen Weg jedoch bewusst gehen und die Inhalte nachhaltig im Verein verankern.
Daher wird es vereinsintern weitere Schulungen geben, damit auch diejenigen Trainerinnen und Trainer profitieren können, die an diesem Wochenende nicht teilnehmen konnten.
Ausblick: Nächste Fortbildung
Mit Dr. Oliver Leis steht bereits die nächste Trainerfortbildung fest. Im Fokus stehen dann sportpsychologische Ansätze und konkrete Werkzeuge, mit denen Trainerinnen und Trainer ihre Sportler gezielt unterstützen können.
Das Fundregal ist voll. Nicht ein bisschen voll, sondern komplett überfüllt. Trotz mehrfacher Hinweise wurden bisher nur sehr wenige Gegenstände abgeholt – und das, obwohl sich dort inzwischen eine große Menge an Kleidung, Ausrüstung und sogar wertvollen persönlichen Dingen angesammelt hat.
Darunter befinden sich nicht nur Trinkflaschen und Hoodies, sondern auch Schlüssel – teilweise sogar mit einer Art AirTags. Dass selbst solche Gegenstände nicht abgeholt werden, ist schwer nachvollziehbar.
Als Verein verfolgen wir einen klaren Anspruch: nachhaltig handeln und verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen. Dazu gehört auch, verlorene Dinge wieder zurückzugeben, statt sie irgendwann entsorgen zu müssen. Genau dafür gibt es das Fundregal. Aktuell passiert jedoch das Gegenteil – es sammelt sich immer mehr an, ohne dass etwas zurückgeht.
Um die Suche zu erleichtern, wurden alle Fundsachen fotografiert und in einer Galerie zusammengestellt. Jetzt liegt es an euch: Bitte schaut euch die Übersicht an und holt eure Sachen zeitnah ab.
Das Regal wird in Kürze geleert. Alles, was bis dahin nicht abgeholt wurde, wird entfernt.
Jetzt ist der Moment, kurz zu prüfen – bevor gute Dinge unnötig verloren gehen.
Am 23. Mai ist es so weit: Unsere Männermannschaft steht erstmals seit vielen Jahren wieder vor einem Heimkampf. Nach langer Zeit in der Landesliga ohne eigene Ausrichtung ist es in dieser Saison gelungen, einen Heimkampftag nach Leipzig zu holen – ein echtes Highlight für den Verein.
Austragungsort ist die neue Sporthalle des Robert-Schumann-Gymnasiums (Lützner Str. 112), nur etwa 400 Meter von unserer Judohalle entfernt. Wettkampfbeginn ist um 14:00 Uhr.
Mit dem VfL Riesa und dem PSV Leipzig erwarten uns zwei starke Gegner. Nach einem schwierigen Auftakt steht unsere Mannschaft aktuell auf dem letzten Tabellenplatz – umso klarer ist die Ausgangslage: Dieser Heimkampf wird richtungsweisend im Kampf um den Klassenerhalt.
Jetzt zählt jede Unterstützung.
Heimkampf am 23. Mai
Wo: Sporthalle des Robert-Schumann-Gymnasiums (Lützner Str. 112) Wann: Start der Kämpfe 14:00 Uhr
Kämpfe PSV Leipzig vs. VfL Riesa PSV Leipzig vs. Leipziger Sportlöwen Leipziger Sportlöwen vs. VfL Riesa
Anschliessend BBQ bei den Sportlöwen. Der Eintritt ist frei.
Wir laden alle Trainingsgruppen, Eltern und Vereinsmitglieder herzlich ein, unser Team vor Ort zu unterstützen und für echte Heimkampfatmosphäre zu sorgen. Der Eintritt ist frei.
Im Anschluss an den Wettkampf lassen wir den Tag gemeinsam auf dem Vereinsgelände ausklingen – mit Grill, Kaltgetränken und der Mannschaft.
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