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EM-Nominierung für Hannes Schürer – nächster Schritt auf internationaler Bühne

Hannes Schürer ist für die U18 Europameisterschaften nominiert worden. Die Titelkämpfe finden vom 29. Juni bis 2. Juli 2026 auf Gran Canaria (Spanien) statt. Für ihn und auch für sein gesamtes Umfeld ist das ein besonderer Moment – und das Ergebnis einer Entwicklung, die er sich über Monate hinweg konsequent erarbeitet hat.

Ein wesentlicher Anteil an dieser Entwicklung liegt in der kontinuierlichen Arbeit von Landestrainer Frederik Jäde, der Hannes seit der U15 begleitet und maßgeblich geprägt hat.

„Ich freue mich extrem für Hannes. Er hat sich das wirklich verdient. Gerade nach den Rückschlägen im letzten Jahr hat er unglaublich professionell gearbeitet – auf und neben der Matte. Das ist nicht selbstverständlich in dem Alter.“

Nach einer verletzungsbedingt schwierigen Phase, insbesondere durch Probleme am Oberschenkel, arbeitete sich Hannes Schritt für Schritt zurück. Spätestens beim European Cup im ungarischen Györ zeigte er, dass er auf internationalem Niveau angekommen ist und sich mit der europäischen Spitze messen kann.

„Er hat sich dieses Selbstvertrauen hart erarbeitet. Heute ist er an einem Punkt, an dem er jeden schlagen kann – und das weiß er auch.“

Der European Cup in Berlin diente zuletzt als wichtiger Gradmesser. In einem stark besetzten Feld erreichte Hannes Platz sieben – ein Ergebnis, das hinter den eigenen Erwartungen blieb.

„Natürlich sind wir damit nicht zufrieden. Da wäre mehr drin gewesen. Aber genau das ist jetzt die Chance, die richtigen Schlüsse zu ziehen.“

Gerade in engen Situationen wird nun gezielt angesetzt. Ein zentraler Punkt ist die taktische Reife: Kämpfe nicht nur aktiv zu gestalten, sondern sie im richtigen Moment auch kontrolliert zu entscheiden.

„Hannes ist jemand, der immer auf Ippon geht, immer werfen will. Das ist eine riesige Stärke. Aber auf diesem Niveau musst du auch lernen, einen Kampf clever über die Zeit zu bringen oder taktisch zu entscheiden, wenn sich die klare Chance nicht ergibt.“

Was ihn darüber hinaus besonders auszeichnet, ist sein außergewöhnlicher Siegeswille – sichtbar in vielen Details seines Kampfverhaltens.

„Er gibt keinen Kampf verloren. Selbst wenn er im Haltegriff ist, findet er Wege, sich zu befreien. Er bleibt immer gefährlich und glaubt bis zum Ende an seine Chance. Das ist eine Qualität, die man nicht trainieren kann.“

Auch seine Herangehensweise im Training hebt ihn hervor. Hannes arbeitet strukturiert, reflektiert und mit klaren Zielen.

„Er ist für sein Alter extrem selbstreflektiert. Nach einem verlorenen Kampf braucht er nicht lange, um den Schalter umzulegen und sich zu fragen, was er selbst besser machen kann. Und genau daran arbeitet er dann im Training – jeden Tag, in jeder Einheit.“

Vor der Europameisterschaft steht mit einem weiteren internationalen Einsatz in Polen die nächste wichtige Station an. Dort geht es darum, weitere Punkte für die Setzliste zu sammeln und die Ausgangsposition für den Saisonhöhepunkt weiter zu verbessern.

Für Frederik Jäde ist klar:

„Hannes fährt nicht zur Europameisterschaft, um nur dabei zu sein. Er will eine Medaille – und das ist absolut realistisch.“

Letztes Update: 1. Mai 2026