Skip to content

Trainerfortbildung mit Ralf Lippmann begeistert: Ein Wochenende voller Wissen, Praxis und neuer Impulse

Manche Wochenenden sind mehr als nur Termine im Kalender. Manche setzen Energie frei, verändern Blickwinkel und geben neuen Schwung für die tägliche Arbeit auf der Matte. Genau so ein Wochenende liegt hinter den Leipziger Sportlöwen.

Mit Ralf Lippmann durften die Sportlöwen einen der profiliertesten Ausbildungsfachleute des deutschen Judosports in Leipzig begrüßen. Er ist seit vielen Jahren im Deutschen Judo-Bund als Lehr- und Prüfungsreferent tätig und ist Referent an der Trainerakademie Köln. Begleitet wurde er von Mareen Kräh, ehemalige mehrfache Medaillengewinnerin bei Welt- und Europameisterschaften, die heute als Trainerin bei der Bundespolizei tätig ist.

Für die Leipziger Sportlöwen war diese Veranstaltung in mehrfacher Hinsicht besonders: Ralf Lippmann war zuletzt vor rund 20 Jahren in Sachsen – und aller Voraussicht nach auch zum letzten Mal, da er im kommenden Jahr in den Ruhestand geht. Umso bedeutender ist es, dass er diesen Abschnitt bei den Sportlöwen abgeschlossen und sein Wissen noch einmal in dieser Form weitergegeben hat.

Kompetenzorientiertes Lernen im Mittelpunkt

Im Zentrum des Lehrgangs stand das Thema kompetenzorientiertes Lernen – ein moderner und zukunftsweisender Ansatz, von dem die Leipziger Sportlöwen seit längerer Zeit überzeugt sind. Ziel war es, neue Wege aufzuzeigen, wie Kinder und Jugendliche Judo nachhaltiger, eigenständiger und mit mehr Verständnis erlernen können.

Behandelt wurden unter anderem Unterschiede zwischen deduktiven und induktiven Lernmethoden sowie deren praktische Anwendung im Trainingsalltag. Besonders wertvoll: Der Lehrgang bestand zu rund 80 Prozent aus Praxis. Inhalte wurden nicht nur erklärt, sondern unmittelbar auf der Matte erlebbar gemacht.

Genau diese Mischung sorgte für große Begeisterung. Es wurde ausprobiert, hinterfragt, diskutiert und direkt übertragen. Bei den Trainerinnen und Trainern der Sportlöwen war deutlich zu spüren, mit welcher Neugier und Offenheit sie die Inhalte aufgenommen haben.

Offizielle Verbandsmaßnahme

Ein besonderer Dank gilt dem Judo-Verband Sachsen. Die Leipziger Sportlöwen haben den Lehrgang eigenständig initiiert und organisiert und sind dankbar, dass der Verband die Maßnahme als offizielle Fortbildung anerkannt und unterstützt hat. Stellvertretend dafür war Prüfungsreferent René Liesebach eingebunden.

Dadurch bestand für alle Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Trainer-C-, Trainer-B- oder Trainer-A-Lizenz im Rahmen dieses Lehrgangs zu verlängern.

Lernen, Austausch und Gemeinschaft

Neben den fachlichen Inhalten blieb auch das Miteinander nicht auf der Strecke. Am Samstagabend wurde bei bestem Wetter gemeinsam gegrillt, die Sauna eingeheizt und in entspannter Atmosphäre weiter über Judo, Training und Entwicklungsmöglichkeiten gesprochen.

Gerade in diesen Gesprächen wurde deutlich, wie stark das Wochenende nachwirkte. Viele Trainerinnen und Trainer waren hochmotiviert, die neuen Ideen direkt in ihre Gruppen mitzunehmen und das Gelernte an Kinder und Jugendliche weiterzugeben.

Der nächste Schritt bei den Sportlöwen

Für die Leipziger Sportlöwen steht fest: Dieses Wochenende war kein Einzelereignis, sondern ein Startpunkt. Die Inhalte sollen nun schrittweise in den Trainingsalltag einfließen – insbesondere im Anfängerbereich sowie in den jungen Altersklassen.

Gleichzeitig ist klar: Veränderung braucht Zeit. Viele Trainerinnen und Trainer geben verständlicherweise zunächst das weiter, was sie selbst gelernt haben. Neue Denkweisen zu etablieren, ist ein Prozess. Die Sportlöwen wollen diesen Weg jedoch bewusst gehen und die Inhalte nachhaltig im Verein verankern.

Daher wird es vereinsintern weitere Schulungen geben, damit auch diejenigen Trainerinnen und Trainer profitieren können, die an diesem Wochenende nicht teilnehmen konnten.

Ausblick: Nächste Fortbildung

Mit Dr. Oliver Leis steht bereits die nächste Trainerfortbildung fest. Im Fokus stehen dann sportpsychologische Ansätze und konkrete Werkzeuge, mit denen Trainerinnen und Trainer ihre Sportler gezielt unterstützen können.

Letztes Update: 21. April 2026