Miu Richter verpasst Podium knapp

Das neue Kalenderjahr begann für Spoprtlöwin Miu Richter gleich hochkarätig, mit einem international besetzten Top-Turnier in den Niederlanden: Die 21. International Open Rotterdam Judo Championships. Miu startet ab diesem Jahr in der Altersklasse U21.

In ihrer Gewichtsklasse -57 kg standen mit ihr 16 weitere Judoka, unter anderem aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland auf der Tatami (Judomatte).
Insgesamt bestritt Miu fünf Kämpfe. Schon ihr erster Kampf verlangte ihr viel ab, nach vollen vier Minuten Kampfzeit und einer Minute in der Verlängerung (Golden.Score) konnte sie ihre belgische Gegnerin schlussendlich mit einer Hüfttechnik auf Ippon werfen. Noch geschwächt von diesem Kraftakt verlor Miu ihren zweiten Kampf und rutschte in die Hoffnungsrunde.

Zwei weitere Kämpfe konnte die Sportschülerin mit einem Armhebel und einem zusammengesetzten Ippon vorzeitig gewinnen und stand dann im Kampf um Platz drei. Erneut ging die Begegnung über die gesamte Kampfzeit, lang konnte keine der beiden Kämpferinnen einen Vorteil erringen. Dreißig Sekunden vor Schluss setzte Mius Gegnerin aber doch noch eine Wurftechnik an, diese wurde mit Waza-ari (halber Punkt) belohnt. Miu konnte die Führung leider nicht mehr aufholen und schrammte so ganz knapp an einem Podestplatz vorbei.

Für ein internationales Turnier dieser Größenordnung ist ein fünfter Platz ein tolles Ergebnis! Mit drei gewonnenen Kämpfen ist die erst letztes Jahr zu uns gestoßene Sportlöwin hoffnungsvoll in das neue Jahr gestartet.

Drei Podestplätze bei der zentralen Verbandssichtung

Wer leistungssportlich ambitioniert ist, kommt um eine der vielen Deutschen Sportschulen nur schwer herum. Sowohl die spezielle Ausrichtung des Unterrichts, als auch die Nähe zu den Stützpunkten, an denen sportartspezifisches Training angeboten und vertieft wird, begünstigen eine positive Entwicklung im Sinne des Sports. In Sachsen hat Leipzig mit dem Sportgymnasium und der Sportoberschule, sowie dem Landesstützpunkt für Judo in der Nordanlage die besten Voraussetzungen.

Um einen Platz auf einer sportbetonten Schule zu bekommen, benötigen die Sportlerinnen und Sportler eine Empfehlung des Verbandes (in unserem Fall ist das der Judoverband Sachsen [JVS]). Dafür hält der JVS jedes Jahr eine zentrale Verbandssichtung ab. Dabei werden sowohl judospezifische, als auch generelle sportliche Fähigkeiten überprüft und mit den Leistungen der anderen Teilnehmenden verglichen. Die Judoka, mit den insgesamt (in alle Teilbereichen und Übungen zusammengefasst) besten Ergebnissen dürfen sich für das nächste Schuljahr auf einer der sportbetonten Schulen bewerben. Teilnehmen dürfen Sportlerinnen und Sportler der Klassenstufen 4-7.

Dieses Jahr versuchten 22 Sportlöwen ihr Glück. Drei von ihnen konnten am Ende auf das Podest steigen. Trainer Tino Rose schätzt das Ergebnis positiv ein:

"Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich die Kraftwerte, vor allem die der Jungs, ein gutes Stück verbessert. In Bezug auf die Podestplätze gab es keine Veränderung. Da es bei der Sichtung keine festgelegten Zielwerte gibt, kommt das Endergebnis auch sehr auf das entsprechende Teilnehmendenfeld an. Wenn in jeder Disziplin jemand ein Topergebnis erzielt, sinkt natürlich die Punktzahl der Anderen und eine Leistung, die im Vorjahr noch locker gereicht hätte, führt halt nicht mehr zu einem Podestplatz. Dementsprechend können die Kinder immer nur versuchen ihr Bestes zu geben und das haben sie heute auch geschafft."

Podestplätze

Gold

 

 

 

Silber

Hugo Salloum (Klasse 7)

 

 

Bronze

Ole Lecher (Klasse 4)

Linda Woche (Klasse 5)

 

Winterlager in Bischofsgrün

Traditionell fahren die Leipziger Sportlöwen in den Winterferien in das Kinder- und Jugenderholungszentrum (KIEZ) nach Schneeberg. Doch in diesem Jahr wollten die Leipziger Judoka mal etwas Neues ausprobieren und den Fokus etwas mehr auf das Sportliche legen.

Also lautete das Ziel 2023: das Sport­camp Nord­bay­ern im südli­chen Orts­teil von Bischofs­grün am Fuße des Ochsen­kop­fes. Die Sportschule wurde 1972 in Bischofsgrün im Fichtelgebirge in Bayern, Deutschland gegründet. Sie wurde als Trainings- und Ausbildungszentrum für nordische SkisportlerInnen konzipiert. Heute ist die Sportschule Bischofsgrün ein modernes Trainings- und Ausbildungszentrum, mit einer Fläche von etwa 55.000 m² und zahl­rei­chen Sport- und Erho­lungs­an­ge­boten, inklu­sive einer In- und Outdoor-Kletterwand.

Mit einer Rekordbeteiligung von 42 Kindern und Jugendlichen sowie sechs Betreuern waren die Leipziger Sportlöwen ins Winterlager gereist. Zum ersten mal dabei – auch vier geflüchtete Kinder aus der Ukrainer. Bei zwei Kindern haben wir einen Großteil der Kosten übernommen.

Die vielfältigen und modernen Sportanlagen wurden intensiv genutzt. Der Anteil an Sporteinheiten war in diesem Jahr etwas höher als in den vergangenen Jahren. Neben Klettern oder Athletiktraining lag der Fokus natürlich auf dem Judo. Insgesamt sieben Judo-Einheiten standen auf dem Trainingsplan. Den judospezifischen Abschluss bildete ein gemeinsames Randori.

Trainer der U11 Christoph Paul: 

“Wir hatten in der Sportschule ideale Trainingsbedingungen. Alles war modern und das Essen hervorragend. Das gemeinsame Randori war etwas besonderes, da die Kleinen von den Großen motiviert lernen konnten und noch einmal alles aus den müden Knochen herausgeholt wurde.”

Auf dem Programm stand auch eine 10 km Wanderung auf den Hausberg, den 1.024 m hohen Ochsenkopf. Die  Mittagspause und die Abendstunden haben die Kinder ausgiebig für Tischtennis, Airhockey, Tischkicker oder Dart genutzt.

Begeistert war auch die Sportschülerin Helene Rose: 

“Auf die täglichen Trainingseinheiten habe ich mich richtig gefreut. Die Sportanlage und die Unterkunft war einfach klasse, man hat sich gefühlt wie in einem Hotel. Etwas vermisst habe ich nur einen gemütlichen Aufenthaltsraum, wo man zusammen abhängen kann.”

Es war eine gelungene Premiere in Bischofsgrün und hat allen Sportlöwen verdammt viel Spaß gemacht. Die Kinder nehmen viele schöne Erinnerungen mit aus diesem Winterlager nach Hause. Bei dem ein oder anderen kommt sicherlich noch ein ordentlicher Muskelkater dazu.

Lions Cup: Gelungene Premiere

Der Lions Cup ist das bisher größte von den Sportlöwen organisierte Judo-Event. Mehr als 320 Sportler aus 22 Vereinen haben sich zum Judo-Turnier in Leipzig angemeldet. Bedingt durch die Grippe- und Coronawelle, mussten am Wettkampftag leider noch einige SportlerInnen ihre Teilnahme absagen.

Die Leipziger Sportlöwen haben mit mehr als 120 Kindern aus sechs Trainingsgruppen teilgenommen. Darunter auch 20 geflüchtete ukrainische SportlerInnen. Insgesamt erkämpften unsere Judoka 21 Goldmedaillen (21x 🥇 17x🥈 21x🥉) und sicherten sich den Mannschaftspokal vor dem JC Leipzig (11x 🥇 5x🥈 15x🥉) und dem SV Halle (4x 🥇)

Geschäftsführer Sören Starke war insgesamt sehr zufrieden mit der Premiere:

"Durch die vielen krankheitsbedingten Absagen hatten wir am Morgen etwas Probleme mit den Listen und konnten daher erst eine Stunde später anfangen als geplant. Dennoch konnte der anvisierte Zeitplan sehr gut umgesetzt werden. Die Aufteilung in drei Blöcke (U9, U11 und U13) hat sich bewährt. Wir hatten auch bewusst auf Mikrofone zum Aufrufen der Kinder verzichtet und diese Entscheidung hat für eine wesentlich angenehmere Geräuschkulisse gesorgt, als bei vielen anderen Wettkämpfen. Ein großer Dank geht natürlich an die vielen Helfenden, die dafür gesorgt haben, dass der gesamte Aufbau nach nur einer Stunde abgeschlossen war und dass der Wettkampf reibungslos funktioniert hat. Natürlich gibt es immer ein paar Dinge, die noch besser laufen könnten. Das werden wir dann im nächsten Jahr, zum Lions Cup 2023 unter Beweis stellen."

Timelaps Aufbau

Ergebnisse

Ergebnisse 2022

Download Kampflisten (PDF)

Hinweis: Einige wenige Gewichtsklassen sind leider fehlerhaft und lassen sich leider nicht korrigieren. Wir bitten die Fehler zu entschuldigen.

 

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