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Deutsch-französischer Jugendaustausch geht in die zweite Runde: Sportlöwen zu Gast in Limeil-Brévannes

Bereits zum zweiten Mal fand in den Sommerferien der deutsch-französische Jugendaustausch der Leipziger Sportlöwen statt. Nachdem im vergangenen Jahr der französische Partnerverein Judo Club Limeil-Brévannes zu Gast in Leipzig war, stand in diesem Sommer die Rückbegegnung in Limeil-Brévannes, einer Gemeinde im Südosten von Paris, auf dem Programm. Eine Woche lang erlebten die Jugendlichen gemeinsam Sport, Kultur und zahlreiche Begegnungen – und knüpften dabei neue Freundschaften über Ländergrenzen hinweg.

Jugendaustausche im Sport leben von einer besonderen Idee: Obwohl die Teilnehmenden unterschiedliche Sprachen sprechen, finden sie über ihren gemeinsamen Sport schnell zueinander. Gemeinsam zu trainieren, zu spielen und Freizeit zu verbringen baut Hemmungen ab, fördert Offenheit und ermöglicht neue Perspektiven. So entstehen Begegnungen, die weit über den Sport hinausreichen und den Blick über den eigenen Tellerrand erweitern.

Damit die deutsch-französischen Gruppen möglichst schnell zusammenfinden, kam während der Woche auch die „bewegte Sprachanimation“ zum Einsatz. Diese vom Deutsch-Französischen Jugendwerk entwickelte Methodensammlung soll bei der Durchführung von mehrsprachigen Jugendbegegnungen helfen. Durch gemeinsame Spiele und gruppendynamische Übungen werden Sprachbarrieren spielerisch überwunden und erste Kontakte geknüpft. Bereits nach kurzer Zeit entstanden gemischte Gruppen, in denen die Verständigung oft auch ganz ohne viele Worte funktionierte.

Ein Austausch dieser Größenordnung wäre ohne Unterstützung kaum möglich. Gefördert wurde die Begegnung erneut durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW). Die finanzielle Unterstützung trägt dazu bei, Reise- und Programmkosten abzufedern und den Teilnahmebeitrag für die Familien möglichst gering zu halten. So erhalten möglichst viele Kinder und Jugendliche die Chance, internationale Erfahrungen zu sammeln und an einem solchen Austausch teilzunehmen.

Da es sich in diesem Jahr um die Rückbegegnung handelte, lag die Organisation des Wochenprogramms in den Händen des französischen Partnervereins. Von der Wochenplanung über die Verpflegung bis hin zu den Freizeitaktivitäten hatten die Gastgeber ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das bei allen Teilnehmenden sehr gut ankam.

Die Nähe zur französischen Hauptstadt bot natürlich die Gelegenheit für einen gemeinsamen Tagesausflug nach Paris. Bei einem Stadtrundgang lernten die Jugendlichen zahlreiche bekannte Sehenswürdigkeiten kennen – darunter das Olympische Feuer, den Louvre und weitere Wahrzeichen der Metropole. Anschließend führte eine Bootsfahrt auf der Seine vorbei an Notre-Dame, dem Eiffelturm und vielen weiteren berühmten Bauwerken. Den stimmungsvollen Abschluss bildete der beleuchtete Eiffelturm am Abend – für viele einer der emotionalen Höhepunkte der gesamten Woche.

Natürlich durfte auch das Judo nicht fehlen. In mehreren Trainingseinheiten standen Stand- und Bodentechniken auf dem Programm. Ergänzt wurde das sportliche Angebot durch eine Einheit Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) sowie zahlreiche Randorirunden. Gerade das Training mit bislang unbekannten Partnerinnen und Partnern stellte für viele eine wertvolle Erfahrung dar und sorgte für neue sportliche Impulse.

Neben den Judoeinheiten blieb aber auch genügend Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten. Besonders das gemeinsame Laser Game sorgte für große Begeisterung und stärkte den Zusammenhalt der deutsch-französischen Gruppe.

Untergebracht waren die Jugendlichen direkt auf dem Vereinsgelände des Judo Club Limeil-Brévannes und übernachteten gemeinsam auf der Judomatte. Auch außerhalb der Trainingseinheiten bot das Gelände zahlreiche Möglichkeiten zur gemeinsamen Freizeitgestaltung – unter anderem mit Fußball, Tennis und weiteren sportlichen Angeboten.

Auch die Teilnehmenden zogen ein durchweg positives Fazit.

Zita: „Die Organisation war richtig gut. Judo, Freizeit und Tourismus waren super ausgewogen. Es ist ein tolles Gemeinschaftsgefühl entstanden und gleichzeitig hatte man immer auch die Möglichkeit, selbst etwas zu unternehmen oder sich im naheliegenden Supermarkt mit Snacks zu versorgen.“

Elsa: „Die Leute waren total cool und richtig entspannt. Es war mein erster Austausch und ich war wirklich positiv überrascht. Ich freue mich schon auf das nächste Mal.“

Friedrich: „Die Randori mit den französischen Judoka haben richtig Spaß gemacht. Und Paris ist einfach eine wunderschöne Stadt – das war ein echtes Highlight.“

Auch Trainer Aaron Schneider zeigte sich begeistert:

„Nach dem Austausch im vergangenen Jahr war ich sehr gespannt auf die Rückbegegnung. Diese Vorfreude hat sich absolut gelohnt. Unsere französischen Freunde haben ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Am Anfang war das Zusammenkommen natürlich noch etwas schwierig, aber das hat sich schnell gelegt. Am Ende waren alle traurig, dass die Woche schon vorbei war. Ich freue mich sehr, dass wir inzwischen bereits zwei Austausche gemeinsam organisieren konnten. Ein besonderer Dank gilt auch dem Deutsch-Französischen Jugendwerk – ohne dessen Unterstützung wäre ein Austausch in dieser Form kaum möglich.“

Der deutsch-französische Jugendaustausch hat sich damit endgültig als fester Bestandteil des Vereinslebens etabliert. Die Planungen für die nächste Begegnung laufen bereits, und die Vorfreude ist auf beiden Seiten groß. Die Sportlöwen freuen sich schon jetzt darauf, ihre französischen Freundinnen und Freunde bald wiederzusehen!

Letztes Update: 12. Juli 2026

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