Und jährlich grüßt der Pfingstworkshop

Auch diese Jahr war der Sportlöwen-Pfingstworkshop geprägt von schönen Erlebnissen und Spaß.

Den Beginn machte am Samstagmorgen eine Fahrradtour zum Markleeberger See. Nach einer mehr oder weniger anstrengenden Fahrt (hier schieden sich die Geister) war der ehemalige Tagebau auch schon in Sicht. Die letzten Meter führten uns ein Stück an seinem Ufer entlang, natürlich in Richtung des ansässigen Kletterwaldes. Während sich Gruppe Nummer eins in die Wanten schwang, übte sich Gruppe zwei darin, Zutaten für die erste Portion Mittagessen zu schnippeln und vorzubereiten. Diese wurden dann über dem offenen Feuer gekocht und zu einer ordentlichen Soljanka verarbeitet. Um nach dem Essen wieder etwas Platz zu schaffen (schließlich sollte am Abend noch gegrillt werden), konnte auf der nebenan gelegenen Wiese Fußball gespielt werden, bis Gruppe eins wieder aus den waghalsigen Höhen herabgestiegen war. Dann wurde natürlich getauscht und das Spiel wiederholte sich, sprich, Gruppe eins machte sich ans Kochen und Gruppe zwei kletterte, was das Zeug hielt. Anschließend konnten sich alle nochmal ein bisschen entspannen, denn wieder Erwarten riss die Wolkendecke über den Tag auf und die sonnenbeschienene Wiese lud zum Hinlegen ein.

Doch wie das immer so ist, auf den Müßiggang folgt rege Geschäftigkeit und so machten wir uns dann doch auf den Heimweg. Natürlich musste noch ein kleiner Zwischenstopp beim Eisladen eingelegt werden. Mit vollem Magen und nach einem anstrengenden Tag waren die Beine logischerweise ziemlich entkräftet, darum zog sich der Rückweg etwas. Aber durch eiserne Disziplin und die stetig abgegebenen Motivationssprüche von Seiten der Betreuer war auch dieser kräftezehrendste Teil des Tages dann irgendwann vorbei.

Die Zeit nach der  Ankunft in der Judohalle war dann geprägt, von erneutem Rumtoben. Die Müdigkeit und die Erschöpfung der Radtour waren vergessen und als die ersten Steaks fertig gegrillt waren bestanden die folgenden zehn Minuten aus der fast unmöglichen Aufgabe, alle Kinder davon zu überzeugen, von der Matte herunter zu gehen und sich stattdessen an die für das Abendbrot aufgestellten Tische zu setzen. Vollkommen überraschend waren aber fast alle kleinen Sportlöwen nach einem einzigen Fleischstück satt und so wurde damit begonnen die Betten aufzubauen und bei einem kleinen Film einzuschlafen. Die mit der großen und ungewohnten Anstrengung einhergeheneden Erschöpfung ließ nicht lang auf sich warten und so endete der erste Tag des Workshops.

Der nächste Morgen begann viel zu zeitig, aufgrund der früh aufgehenden Sonne, gepaart mit vereinzelten Kurzschläfern, die sich nach dem Erwachen auch sofort lautstark unterhielten. Dem Frühstück folgte eine Einheit Judo. Da mehrere Trainingsgruppen anwesend waren bot sich die seltene Gelegenheit, einmal mit neuen und vielleicht auch unbekannten Partnern ein paar Runden Randori zu bestreiten. Sport macht ja bekanntlich hungrig und so gab es nach dem Training erstmal eine ordentliche Portion Nudeln mit Tomatensoße für alle.

Essen wiederum liegt schwer im Magen, wenn man sich nicht genug bewegt (ein Teufelskreis). Darum ghing es anschließenden zimlich zügig auf einen ausgedehnten Spaziergang. Vorbei an diversen Spielplätzen, Raststellen und Ähnlichem führte uns der Weg ins Rosenthal, genauer auf den dort befindlichen Wackelturm. Nachdem auch die letzten Zweifler überzeugt waren, sich Leipzig doch einmal von oben anzusehen, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Aufgrund der vorherrschenden Hitze waren alle froh, dass sich der Weg größtenteils im Wald befand. Eigentlich schlugen sich alle Kinder tapfer, ohne Gemurre und Gejammer wurde der Weg zur Judohalle immer kürzer, sodass sogar noch Zeit für einen weiteren Zwischenstopp beim Eismann war. Frisch gestärkt flogen die letzten Meter nur so dahin und ehe man es sich versah, waren auch schon alle wohlbehalten und sicher in der Judohalle angekommen.

Hier wurde erneut getobt, gespielt oder einfach “gechillt”, bis das essen fertig war. Zur Freude (fast) gab es wieder Grillgut und natürlich die unterschiedlichsten Salate von den Sportlöweneltern (an der Stelle nochmal danke für die vielen Mitbringsel, die Salate und anderen Snacks waren ausnahmslos sehr lecker). Zum Einschlafen gab es natürlich wieder ein kleines Filmchen. Diejenigen; die es schafften wachzubleiben wurden mit einer zweiten DVD überrascht, während diese aber noch lief kehrte auch in den letzten tapfer wachliegenden Lagern schnell Ruhe ein.

Erneut viel zu früh begann der letzte Workshop-Morgen. Wie geplant gab es natürlich ein üppiges Frühstück, gefolgt von großem Gepacke und einigen Säuberungsarbeiten, schließlich sollte die Halle in einem perfekten Zustand hinterlassen werden. Natürlich fanden sich auch an diesem Tag noch einige Möglichkeiten sich mit seinen neuen oder alten Freunden auszutauschen, beziehungsweise Zeit beim Spiel zu verbringen. Umso abrupter und viel zu früh standen dann auch schon die Eltern in der Halle, um ihr Kinder abzuholen.

Für wahrscheinlich alle Beteiligten war der diesjährige Pfingstworkshop eine äußerst angenehme Zeit. Trotz der (nur sehr vereinzelt auftretenden) Heimwehfälle hoffen wir, dass es für alle Kinder eine tolle Erfahrung war, die man mit Trainingskameraden und/oder Freunden teilen kann. Uns hat es jedenfalls vviel Spaß gemacht und wir möchten uns erneut für die zahlreichen Lebensmittelspenden bei den entsprechenden Eltern oder Großeltern bedanken.

Bis nächstes Jahr, in aller Frische.

 

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