Eigentlich ist eine offene Matte bei den Leipziger Sportlöwen nichts Besonderes. Einmal im Monat öffnen wir montags die Halle für die U13 – und längst kommen dazu nicht mehr nur Leipziger Vereine, sondern auch Clubs aus ganz Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie Sportlerinnen und Sportler aus anderen Städten. Am gestrigen Mittwoch aber war einiges anders: Statt der U13 stand die U15 im Mittelpunkt, und auf der Matte standen am Ende 80 Judoka.
Den Anstoß gaben Gäste von weit her. Judoka aus Baden-Württemberg und Hamburg sind derzeit eine ganze Woche lang zum Training in Leipzig. Aus Baden-Württemberg ist Trixi Kästle mit ihrem Verein, dem JudoTeam Steinheim, angereist, die Hamburger Gruppe wird von Johannes Gyau begleitet, dem Landestrainer der U18 in Hamburg. Trixi Kästle äußerte den Wunsch, am Mittwoch eine offene Matte bei den Sportlöwen zu besuchen. Also verlegten wir das Training kurzerhand auf den Mittwoch und luden U15 und U13 gemeinsam ein. Neben den Gästen aus Steinheim und Hamburg kamen auch Sportlerinnen und Sportler der Sportschule Jena dazu.
Auch einige Jüngere durften dabei sein: Aus der U11 luden die Sportlöwen die stärksten Judoka ein, damit sie bei den Großen hineinschnuppern konnten. „Es war ein ganz großartiges Training, am Ende war die Halle voller verschwitzter Kindergesichter“, sagt Sportdirektor Tobias Mathieu, der die Einheit geleitet hat.
„Für unsere Sportler ist das auch eine einmalige Chance, sich mit den Besten aus Baden-Württemberg und Hamburg zu messen und mit ihnen zu trainieren.“
































Dass hochkarätige Gäste den Weg zu den Sportlöwen finden, ist alles andere als selbstverständlich. „Vor vielen Jahren war das noch gar nicht denkbar“, sagt Tobias.
„Wenn starke Sportler nach Leipzig kamen, haben sie immer ausschließlich am Landesstützpunkt in der Nordanlage trainiert. Dass wir jetzt auch eine Option sind und die Gruppen einmal bewusst zu uns kommen wollen, freut uns enorm.“
Auch die Trainerin und der Trainer der Gastgruppen gingen nicht ohne ein gutes Wort: Ihr Feedback zur Halle und zum Training fiel durchweg positiv aus. Für die Sportlöwen ist das eine schöne Bestätigung – und ein Grund, die Türen auch künftig gern wieder zu öffnen, wenn Gäste aus anderen Ecken Deutschlands in Leipzig auf die Matte wollen.
Letztes Update: 30. Oktober 2026