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Mini-WM auf der Matte: Die U11 schaut nach Baku

Am Sonntag ging in Baku die Judo-Weltmeisterschaft zu Ende, zum Abschluss mit dem Wettbewerb der Mixed-Teams. Dort blieb das deutsche Team ohne Medaille. In den Einzelwettbewerben hatten deutsche Judoka zuvor zweimal Bronze erkämpft, in den Klassen bis 70 kg und bis 78 kg. Damit die WM auch bei den Jüngeren ankommt, hat die U11 der Leipziger Sportlöwen eine eigene Mini-WM veranstaltet. Trainerin Annett Böhm machte daraus eine ganze Trainingseinheit. Jeder Jahrgang wurde gesondert gewertet, und am Ende stand in jedem Jahrgang eine Siegerin oder ein Sieger fest.

Die Idee dahinter ging über das Training hinaus. „Wir wollten uns auch ein bisschen mit der Thematik beschäftigen: Welche deutschen Sportlerinnen und Sportler gehen da eigentlich an den Start, und wo findet die Weltmeisterschaft gerade statt?“, erzählt Annett Böhm. Dafür verteilte sie die Einheit auf mehrere kleine Wettbewerbe.

Die Stationen deckten das ab, was Judo verlangt: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination. Beim Medizinballlauf ging es zur Sache. Beim Spagat war die Beweglichkeit gefragt. Wer sich am längsten im Klimmzug am Judogi halten konnte, sammelte Punkte für die Kraft. Die Standwaage prüfte das Gleichgewicht, und beim Schiffchen zeigte sich, wer die beste Körperspannung hat.

Zum Schluss wartete eine Station ohne Muskelkater: ein kleines Judo-Quiz. Hier zeigte sich, wer sich vorher mit der WM beschäftigt hatte. Gefragt waren Namen aus der deutschen Judo-Nationalmannschaft und natürlich der Austragungsort der Weltmeisterschaft.

„Es war eine spaßbetonte und trotzdem von Ehrgeiz geprägte Trainingseinheit, in der alle ihr Bestes gegeben haben“, sagt die Trainerin.

Die Jahrgangsbesten bekamen kleine Preise: eine Urkunde, ein T-Shirt und einen Sportlöwen-Aufkleber. Belohnt wurden aber alle. „Alle haben sich super angestrengt“, sagt Annett Böhm. Deshalb gab es zum Schluss Süßigkeiten für die ganze Trainingsgruppe.

Letztes Update: 13. Oktober 2026