Ein Wochenende, das lange nachhallen wird: Beim BMW Cup – einem der stärksten Nachwuchsturniere Mitteldeutschlands und gleichzeitig Sichtungsturnier für den Judoverband Sachsen – haben die Leipziger Sportlöwen insgesamt 14 Medaillen geholt: 5 x Gold, 2 x Silber und 7 x Bronze. Angeführt wurde der Medaillenspiegel mit großem Abstand von Team Deutschland, den vom Bundestrainer eingeladenen Top-Athletinnen und -Athleten, gefolgt vom niedersächsischen Judoverband. Dahinter folgten schon die Sportlöwen – als einziger einzelner Verein in dieser Spitzengruppe. Besonders bemerkenswert: In Gold- wie Gesamtmedaillen zog der Verein mit dem kompletten niedersächsischen Landesverband gleich – eine Leistung, die zeigt, dass das Konzept des Trainerteams aufgeht und der Verein nicht nur breit aufgestellt, sondern jetzt auch an der Spitze konkurrenzfähig ist.
Medaillenregen in der U13
Der Auftritt der U13 am Samstag war historisch: Erstmals seit Jahren gab es nicht nur eine, sondern gleich vier Goldmedaillen – bei insgesamt zehn Medaillen für die Altersklasse. Damit wurden die Sportlöwen, isoliert betrachtet, zum stärksten Einzelverein in der U13 – auch wenn es dafür keine offizielle Vereinswertung gibt, spricht die schiere Zahl für sich. Besonders hervorzuheben ist Felix Böhl, der sich in einer extrem stark besetzten Gewichtsklasse bis 40 kg taktisch clever durch die Kämpfe kämpfte und am Ende hochverdient Gold holte.
Bemerkenswert: Felix ist Jahrgang 2015 und damit eigentlich noch jünger als seine Konkurrenz – ein Vorgeschmack darauf, welche Talente in den kommenden Jahren nachrücken. Auch die übrigen Athletinnen und Athleten der Jahrgänge 2014 und 2015 schlugen sich bestmöglich und sammelten Medaillen, was die hervorragende Nachwuchsarbeit des Trainerteams unterstreicht.
Emil Tischler kämpft sich allein zu Bronze
In der U18 fehlten gleich drei der besten Nachwuchssportler des Vereins: Nazar Hotz und Roman Pluhatyrov fielen kurzfristig verletzungsbedingt aus, und auch unser EM- und WM-Starter Hannes Schürer ließ den BMW Cup aus, da er sich auf das Trainingslager in Japan vorbereitet und eine Wettkampfpause brauchte. So blieb nur ein einziger Starter übrig – Emil Tischler. Der lieferte ab: Sechs seiner sieben Kämpfe gewann er und kämpfte sich bravourös durch die Trostrunde bis zur verdienten Bronzemedaille.
Voller Medaillensatz in der U15
Am zweiten Turniertag war die U15 gefordert – bei besonders hochkarätiger Besetzung, da das Turnier erstmals an den deutsch-tschechischen Austausch für den U15-Bereich gekoppelt war. Eingeladen vom Deutschen Judo-Bund, nahmen zahlreiche Perspektivkader-Athletinnen und -Athleten teil. Die Sportlöwen erkämpften einen kompletten Medaillensatz: Luis von Wolffersdorff gewann taktisch stark und mit großem Willen Gold in der Gewichtsklasse bis 40 kg, Friedrich Hammermüller sicherte sich Silber in der extrem gut besetzten Klasse bis 43 kg, und Arthur Senior komplettierte den Medaillensatz mit Bronze.
Das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, da die Sportlöwen in der U15 zu Jahresbeginn einige Abgänge zu verkraften hatten und die Mannschaft dadurch nicht mehr ganz so breit aufgestellt war – die Sportler, die geblieben sind, haben dafür umso mehr abgeliefert.
Vor dem Turnier hatte sich das Trainerteam als Ziel gesetzt, am Samstag eine Goldmedaille und am Sonntag einen kompletten Medaillensatz zu holen – beide Ziele wurden nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen: Es war das erfolgreichste Ergebnis in der Vereinsgeschichte beim BMW Cup. Entsprechend groß ist die Freude im Trainerteam – und natürlich bei den Sportlerinnen und Sportlern selbst.
Gold
Zita Juliana Eißner
Malina Rita Rose
Luis von Wolffersdorff
Felix Böhl
Emma Kubatta
Silber
Lasse Schwamborn
Friedrich Hammermüller
Bronze
Oskar Laube
Emilio Thiel
Lucian Paul
Lotta Bahsitta
Emil Elias Tischler
Arthur Engelard Senior
Malina Rita Rose
Letztes Update: 22. September 2026