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Hannes Schürer verpasst bei der U18-EM die erhoffte Platzierung

Für Hannes Schürer ist die erste U18-Europameisterschaft seiner Karriere nicht so verlaufen, wie er es sich erhofft hatte. Der Sportschüler hatte sich nach einer erfolgreichen und verletzungsfreien Vorbereitung viel vorgenommen und reiste mit großen Erwartungen nach Gran Canaria. Entsprechend selbstbewusst startete der Sportlöwe in das Turnier.

Mit einem souveränen Auftaktsieg zog Hannes verdient in das Achtelfinale ein. Dort wartete mit dem an Nummer eins gesetzten Georgier eine echte Herausforderung. Beide Athleten waren in diesem Jahr bereits zweimal aufeinandergetroffen – mit je einem Sieg auf beiden Seiten. Auch das dritte Duell entwickelte sich zu einem intensiven Kampf. Hannes geriet zunächst in eine Festhalte, aus der er sich mit einem Waza-ari-Rückstand gerade noch befreien konnte. In der Folge setzte er alles daran, den Ausgleich zu erzielen. Dafür musste er volles Risiko gehen, öffnete sich in der Schlussphase und wurde schließlich gekontert. Damit endete der Einzelwettbewerb für den Leipziger nach einem Sieg und einer Niederlage.

Im Mixed-Teamwettbewerb konnte Hannes nicht eingesetzt werden, da seine Gewichtsklasse in diesem Wettkampfformat nicht ausgetragen wird. Die deutsche Mannschaft musste sich sowohl der Ukraine als auch Polen geschlagen geben und schied ohne Teammedaille aus.

Trotz des frühen Ausscheidens überwiegen für Hannes die wertvollen Erfahrungen. Besonders die Atmosphäre auf seiner ersten Europameisterschaft wird ihm in Erinnerung bleiben.

„Die Atmosphäre war etwas ganz Besonderes. Die große Halle, die professionelle Organisation – das hat sich schon wie bei den Erwachsenen angefühlt. Dieses EM-Gefühl mit der Kulisse und dem Druck war für mich neu. Entsprechend nervös war ich auch, weil ich mir natürlich Ziele gesetzt hatte“, blickt Hannes zurück.

Für den Nachwuchsathleten gehört diese Erfahrung zu seiner sportlichen Entwicklung. Aus dem Turnier nimmt er wichtige Erkenntnisse für die Zukunft mit:

„Ich glaube, die Nervosität hat mir etwas von meiner Sicherheit und Gelassenheit genommen. Daraus lerne ich, mich von der großen Bühne nicht zu sehr beeinflussen zu lassen und einen solchen Kampf künftig einfach wie jeden anderen Kampf anzugehen.“

Auch Ali Gafali zeigt starke Leistungen

Auch für Ali Gafali verlief die U18-Europameisterschaft ohne die erhoffte Medaille. Nach einem Auftaktsieg unterlag er in der zweiten Runde einem Gegner aus Israel und musste den Weg über die Trostrunde nehmen.

Dort kämpfte sich der Leipziger mit einem weiteren Sieg zurück und erreichte den Kampf um den Einzug in das kleine Finale. Gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Andrea Hoffmann aus Frankreich zeigte Ali einen starken Auftritt. Obwohl der Franzose mit Waza-ari führte, sammelte Ali gleich fünf Yuko-Wertungen. Da diese nach dem aktuellen Regelwerk einen Waza-ari nicht ausgleichen können, blieb ihm der Ausgleich verwehrt und der Franzose rettete den Vorsprung über die Zeit.

Damit blieb auch Ali Gafali eine Medaille bei der U18-Europameisterschaft verwehrt.

Für das deutsche Team blieb am Ende die Bronzemedaille von Sophia Bächle in der Gewichtsklasse bis 57 kg die einzige Medaille der Titelkämpfe auf Gran Canaria.

Letztes Update: 6. Juli 2026

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