Fünf intensive Tage, bundesweite Konkurrenz und hohe Anforderungen: Bei der zentralen Sichtung des Deutschen Judo-Bundes (DJB) in der Altersklasse U15 im Bundesleistungszentrum Kienbaum stellten sich in der vergangenen Woche die talentiertesten Nachwuchsjudoka Deutschlands einer umfangreichen Leistungsüberprüfung. Mit dabei: gleich drei Sportlerinnen und Sportler der Leipziger Sportlöwen – ein starkes Zeichen für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins.
Jeder Landesverband erhält für die Teilnahme an der Sichtung ein festgelegtes Kontingent an Nominierungen. Grundlage dafür sind die sportlichen Leistungen der vergangenen Monate. Der Judo-Verband Sachsen durfte in diesem Jahr zwölf Athletinnen und Athleten entsenden – drei der begehrten Plätze gingen an die Leipziger Sportlöwen: Luis von Wolfersdorf, Friedrich Hammermüller und Elsa Nekwasil. Damit stellte der Verein ein Viertel des sächsischen Kontingents.

Unter der Leitung der Bundestrainer Juan Ignacio Cunéo und Jens Malewany wurden die Nachwuchsjudoka in verschiedenen Bereichen intensiv überprüft. Neben technischen Einheiten und Handlungsketten standen Athletiktests, Bewegungsanalysen sowie ein Bodenturnier auf dem Programm. Bewertet wurde dabei nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern insbesondere auch die technische Qualität, die Auffassungsgabe sowie die Fähigkeit, neue Inhalte schnell umzusetzen und in das eigene Judo zu integrieren.
Sachsens U15-Landestrainer Daniel Reimer zog insgesamt ein positives Fazit der Maßnahme. Besonders im athletischen Bereich habe die sächsische Delegation überzeugt – teilweise mit Werten von über 90 Prozent der Normerfüllung. Auch die Leipziger Sportlöwen präsentierten sich hier sehr stark.
Die guten Ergebnisse im athletischen Bereich unterstreichen zugleich die Entwicklung im U15-Leistungssport der Leipziger Sportlöwen. Insbesondere die kontinuierliche Zusammenarbeit mit einem Fitnesstrainer macht sich zunehmend bemerkbar und bestätigt den eingeschlagenen Weg einer professionellen athletischen Ausbildung im Nachwuchsbereich.


Besonders positiv fiel Elsa Nekwasil auf. Vor allem ihre technische Vielseitigkeit hinterließ Eindruck. Da Elsa erst seit vergleichsweise kurzer Zeit intensiv leistungsorientiert trainiert und bislang noch nicht die Sportschule besucht, seien ihre Fortschritte bemerkenswert. Gerade über mehrere Trainingstage hinweg werde sichtbar, mit welcher Qualität und Konzentration sie arbeite und technische Inhalte umsetze.
Für die Leipziger Sportlöwen ist die Teilnahme von gleich drei Nachwuchsathletinnen und -athleten an dieser Maßnahme ein bedeutender Erfolg. Sie unterstreicht die kontinuierliche Entwicklung des Leistungsbereichs und zeigt, dass sich gezielte Nachwuchsarbeit auf Landes- und Bundesebene bemerkbar macht.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am kommenden Wochenende kämpfen Luis von Wolfersdorf, Friedrich Hammermüller und Elsa Nekvasil beim Messe-Cup in Erfurt um wichtige Wettkampferfahrungen und weitere Entwicklungsschritte. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die zweite Jahreshälfte – mit weiteren Maßnahmen und hochklassigen Turnieren, bei denen die jungen Sportlöwen ihren eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen wollen.
Letztes Update: 26. Mai 2026