Rund 60 Kinder der Altersklasse U11 nahmen am Vormittag des Sommerfests der Leipziger Sportlöwen an einem vereinsinternen Randori-Format teil. Die Trainingsmaßnahme hat sich inzwischen als feste Tradition etabliert und gilt als Vorstufe zum späteren Wettkampf. In drei Gruppen – angeleitet von Annett Böhm und Aaron Schneider (beide Standort Lindenau) sowie Tino Rose (Südvorstadt) – wurde mit hoher Intensität trainiert.
Das Randori stellt im Judo eine wettkampfähnliche Trainingsform dar. Anders als in klassischen Technikeinheiten steht hier das freie Kämpfen im Mittelpunkt – unter realistischen Bedingungen, jedoch ohne Wettkampfdruck. Ziel ist es, das Gelernte anzuwenden, neue Situationen kennenzulernen und sich auf wechselnde Partner einzustellen.
Aktuell trainieren rund 140 Kinder in der Altersklasse U11 bei den Leipziger Sportlöwen – verteilt auf drei Standorte. Das Randori-Format diente auch dazu, die Gruppen zusammenzuführen und ein gemeinsames Trainingserlebnis zu schaffen.
Insbesondere Kinder, die gerade erst von den Anfängerkursen in die regulären Gruppen gewechselt sind, standen dabei im Fokus. Für sie war es häufig das erste freie Randori mit unbekannten Partnerinnen und Partnern.
„Alle waren aufgeregt – aber genau darum geht es“, erklärte Trainerin Annett Böhm. „Die Kinder lernen, mit Druck umzugehen, sich in neue Situationen hineinzufinden und ihr Judo flexibel anzupassen. Es war für viele eine neue Erfahrung. Und alle können wirklich stolz auf sich sein.“
Böhm betonte zudem die Bedeutung dieser Trainingsform als Vorbereitung auf den späteren Wettkampf.
„Gerade für die Jüngeren ist Randori eine neue Trainingsform. Es ist wichtig, dass sie lernen, sich Herausforderungen zu stellen. Denn genau das gehört im Wettkampf dazu – sich auf Neues einzulassen, ruhig zu bleiben und Gelerntes unter Druck abzurufen.“
Das U11-Randori bildete den sportlichen Auftakt zum Sommerfest der Leipziger Sportlöwen und zeigte einmal mehr die zentrale Rolle der Nachwuchsarbeit im Vereinsalltag.
Letztes Update: 22. August 2025