Aikido

Aikido bei den Sportlöwen gibt es bereits seit 1995. Damals hieß der Verein noch SV Leipziger Löwen. Nach dem Brand in der alten Halle, ist der Verein 2008 nach Lindenau umgezogen. Die einzigen beiden Sportarten, die den Wechsel mitgemacht haben, waren Judo und Aikido. Seit dieser Zeit wurde die Trainingsgruppe von Matthias Paetz geleitet. 

Seit September 2023 wird das Aikido Training von Phillipe Orban geleitet. Der gebürtige Franzose ist Träger des 7. Dan und damit der höchstgraduierte Aikido-Trainer in Leipzig.

Aikido (am ehesten übersetzt mit »Weg (Do), Energie (Ki) in Harmonie (Ai) zu bringen«) ist eine moderne japanische Kampfkunst, die seit den 1920er Jahren von Ueshiba Morihei (1883–1969) entwickelt wurde und die heute weltweit trainiert wird. Aikido zeichnet sich durch das Prinzip aus, die Kraft des Angriffs umzulenken und sich der Bewegung des Angreifers anzupassen, anstatt sich ihm frontal zu widersetzen. Im Aikido gibt es keinen Wettkampf – es geht nicht darum, zu gewinnen. Ziel des Aikido-Trainings ist weniger die Perfektion einer Technik oder einer Fertigkeit, als vielmehr die Entwicklung des eigenen Charakters sowie die Schulung des Körperbewusstseins.

Aikido ist ein körperliches und geistiges Training, das zum Ziel hat, die eigene körperliche Mobilität sowie einen sensiblen menschlichen Umgang und soziale Kompetenz zu fördern. Und zwar so, dass jeder es üben kann. Gerade in der heutigen Zeit bietet Aikido so einen spielerischen Umgang, der Entfremdung vom eigenen Körper durch die allgegenwärtige Digitalisierung des Alltags etwas entgegenzusetzen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf. Aikido folgt dabei zentralen philosophischen Prinzipien, die in unserer ›westlichen‹ stark von Leistung geprägten Lebensweise eher marginalisiert sind (Komplementarität (Yin & Yang), Hara (Zentrum), Innere Energie, Tensegrity u. a.) und stellt somit eine gute Ergänzung für das alltägliche Leben dar. Dennoch ist es nicht nur Selbstachtsamkeit, um die es geht. Es gilt auch einen »esprit martial«, einen Kampfgeist zu entwickeln.

Aikido-Kurs für Anfänger & Fortgeschrittene

Philippe Orban

7. Dan Aikikai Tokyo

Philippe wurde 1962 in Nancy (Frankreich) geboren und praktiziert Aikido seit seinem 18. Lebensjahr. 25 Jahre lang trainierte er Aikido und Schwert unter der Leitung von Christian Tissier Shihan (8. Dan Aikikai Tokyo). Acht Jahre davon verbrachte er in seinem Dojo in Paris als Uchi Deshi und Assistent. In dieser Zeit trainierte er zusätzlich auch Thai Boxen, Judo und Brazilian Jiu-Jitsu, um seine Erfahrungen in den Kampfkünsten zu bereichern.

Seit 1996 leitet er das Aikido Dojo Fudoshin in Leipzig und gibt internationale Seminare im Aikido und Kenjutsu (Kashima no Tachi). Eine schwere Krankheit im Jahr 2005 und das Zusammentreffen mit Minoru Inaba Sensei, Schwert- und Aikido-Meister (8. Dan Aikido & ehemaliger Direktor des Shiseikan Budojo Tokyo), veränderte sein Verständnis des japanischen Budo und seine Konzeption des Trainings grundlegend.

Seitdem fliegt er regelmäßig nach Japan und trainiert im Shiseikan Budojo Tokyo – das Dojo, in dem Minoru Inaba Sensei weiterhin lehrte.

Seit September 2022 ist Philippe Orban Träger des 7. Dan Aikikai Tokyo.

Um sich für ein Probetraining anzumelden, ist es zwingend erforderlich, uns eine E-Mail zu schreiben. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Die ersten zwei Sportstunden sind bei den Sportlöwen immer kostenfrei. Erst wenn es Ihnen gefällt, ist eine Mitgliedschaft notwendig. 

Aikido (am ehesten übersetzt mit »Weg (Do), Energie (Ki) in Harmonie (Ai) zu bringen«) ist eine moderne japanische Kampfkunst, die seit den 1920er Jahren von Ueshiba Morihei (1883–1969) entwickelt wurde und die heute weltweit trainiert wird. Aikido zeichnet sich durch das Prinzip aus, die Kraft des Angriffs umzulenken und sich der Bewegung des Angreifers anzupassen, anstatt sich ihm frontal zu widersetzen. Im Aikido gibt es keinen Wettkampf – es geht nicht darum, zu gewinnen. Ziel des Aikido-Trainings ist weniger die Perfektion einer Technik oder einer Fertigkeit, als vielmehr die Entwicklung des eigenen Charakters sowie die Schulung des Körperbewusstseins.

Aikido ist ein körperliches und geistiges Training, das zum Ziel hat, die eigene körperliche Mobilität sowie einen sensiblen menschlichen Umgang und soziale Kompetenz zu fördern. Und zwar so, dass jeder es üben kann. Gerade in der heutigen Zeit bietet Aikido so einen spielerischen Umgang, der Entfremdung vom eigenen Körper durch die allgegenwärtige Digitalisierung des Alltags etwas entgegenzusetzen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf.

Aikido folgt dabei zentralen philosophischen Prinzipien, die in unserer ›westlichen‹ stark von Leistung geprägten Lebensweise eher marginalisiert sind (Komplementarität (Yin & Yang), Hara (Zentrum), Innere Energie, Tensegrity u. a.) und stellt somit eine gute Ergänzung für das alltägliche Leben dar. Dennoch ist es nicht nur Selbstachtsamkeit, um die es geht. Es gilt auch einen »esprit martial«, einen Kampfgeist zu entwickeln.

O Sensei Ueshiba Morihei

Die hohe Wirksamkeit der Aikidotechniken beruht nicht nur auf den Hebelgesetzen, durch deren Ausnutzung mit geringem Krafteinsatz verblüffende Effekte erzielt werden können. Weitere entscheidende Momente sind exaktes Timing, die gute Abstimmung auf den Angreifer, die Konzentration auf den einen wichtigen Punkt oder Moment, das Bewahren der eigenen ruhigen Mitte in der Bewegung, nicht zuletzt auch freies Atmen. Vollendet ausgeführt wirken Aikidobewegungen sehr ästhetisch und fast spielerisch.

Diese japanische Kampfkunst kann von jedem Menschen unabhängig von seinem Alter und seiner Konstitution erlernt und bis ins hohe Alter auch praktiziert werden. Beim Aikido erlebt der Übende intensiv und unmittelbar das Lernen mit dem eigenen Körper. Blockaden werden abgebaut, der Geist wird wach und klar. Die traditionell-japanische Etikette, die beim Aikido eine große Rolle spielt, schult Achtsamkeit, Konzentration und den Umgang miteinander. Das Ziel des Aikido ist, eine Geisteshaltung zu entwickeln, die gelassen und frei von Aggression und Angst ist. Aikido ist nichts, was man irgendwann einmal kann, wie z.B. Fahrrad fahren. Beim Aikido ist, wie so oft im Leben, der Weg das eigentliche Ziel.

„Das Ziel des Aikido ist es, Körper und Geist zu trainieren und aufrichtige und ernsthafte Menschen hervorzubringen.“ (Regeln des Gründers für das Aikido-Training, ca. 1935)

Historie:

Aikido wurde von dem Japaner Morihei Ueshiba (1883-1969) entwickelt. Morihei Ueshiba erlernte verschiedene Kampfkünste und brachte sich darin jeweils bis zur Meisterschaft. 1922 entwickelte er ein eigenes System, das Aiki-Bujutsu und änderte 1925 die Bezeichnung in Aiki-Budo. Er unterrichtete in Japan als sehr bekannter Budo-Lehrer, dabei veränderte er sein Aiki-Budo fortlaufend, bis er es in der Zeit von 1941-1945 schließlich in Aikido umbenannte.

Morihei Ueshiba gründete unter anderem die zwei bedeutendsten Aikido-Zentren (Dojos), das Ibaraki Dojo in Iwama und das Honbu Dojo in Tokyo, heute Sitz der Aikikai Foundation, Aikikai Tokyo. Das Honbu Dojo zertifiziert und verwaltet die weltweit vergebenen Meistergrade. Die International Aikido Federation (IAF) koordiniert und verwaltet in Unterstützung des Honbu Dojo die weltweiten Aikido-Aktivitäten. Dem Honbu Dojo in Tokyo ist auch der Aikikai Deutschland e.V. angeschlossen. Der Aikikai Deutschland e.V. ist Mitglied in der IAF.

Gegründet wurde der Aikikai Deutschland e.V. durch einen direkten Schüler von Morihei Ueshiba und Abgesandten des Honbu Dojo, Meister Katsuaki Asai, 8. Dan Aikido. Meister Katsuaki Asai brachte Aikido als erster Japaner 1965 nach Deutschland. Seit dieser Zeit verbreitet und lebt er Aikido in Deutschland.

Die Entwicklung und Verbreitung des Aikido in der Welt ist gemessen am Alter der Kampfkunst sehr groß. Es ist dabei zu beachten, dass Aikido keine schlagzeilenträchtigen Wettkämpfe oder Turniere durchführt, bei dem Sieger und Verlierer ermittelt werden können. Wettkämpfe und Leistungsdenken widersprechen den von Morihei Ueshiba geprägten Grundprinzipien des Aikido. Durch den Trend zu asiatischen Heil- und Kampfkünsten und der zunehmenden Aufmerksamkeit dem eigenen Körper und Geist gegenüber ist eine beständig wachsende Interessengemeinde entstanden.

Die Philosophie des AIKIKAI Hombu basiert auf der Idee des harmonischen Zusammenlebens und der Selbstverteidigung durch Bewegung. Aikido soll nicht nur als Kampfkunst, sondern auch als Weg zur persönlichen Entwicklung und zur Verbesserung der Beziehungen zu anderen Menschen verstanden werden.

Der Aikidoka erlernt neben der Verteidigung auch den Angriff und bietet so seinem Übungspartner die Möglichkeit, Bewegungsformen und Techniken realistischer zu trainieren. Durch Drehbewegungen und Positionsveränderungen im Winkel zum Angreifer weicht der Verteidiger aus, nutzt Wurf- und Hebeltechniken und lenkt den Angriff ins Leere.
 
Einen großen Stellenwert hat die Fallschule. Sie soll dem Übenden helfen, ohne Verletzungsgefahr und Angst den festgelegten Angriff perfekt auszuführen. Das kontinuierliche Training verbessert die Koordination und das Körpergefühl genauso wie die Kondition und die Kraft.
Über das Trainieren, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und die ständige Konfrontation mit wechselnden Übungspartnern, die mal groß/klein, dünn/dick, stark/schwach, aggressiv/passiv, männlich/weiblich sind, erkennt der Übende bald die Grenzen des rein körperlichen Aspektes.
 
Diese Grenzerfahrung spüren wir auch im alltäglichen Leben: Wie kann ich mit Aggression, Angst, Gewalt, Unzufriedenheit, Ungerechtigkeit umgehen, die von anderen, aber auch von mir selbst geschürt werden. Hier sind menschliche Ideale, wie Achtsamkeit, Bescheidenheit, Mut und Mitgefühl notwendige Voraussetzungen, um unseren Geist positiv zu beeinflussen. Auf diesem Weg der Selbstfindung wird eine geistige Haltung des Nichtstuns, der Leere (chinesisch: „Wu“) trainiert. Das bedeutet keinesfalls eine Einschränkung der intellektuellen Fähigkeiten, sondern vielmehr das Bestreben, den Kopf von allgegenwärtigen Gedanken frei zu machen und seine Sinne zu schärfen, um absichtslos und intuitiv handeln zu können.
Der Unterricht beginnt und endet mit einer kurzen Zeremonie und verläuft nach einer Etikette, die – auch wenn sie den Europäer anfangs befremden mag – positiven Einfluss auf die innere und äussere Haltung des Übenden nimmt.
 
Das Meiste übernimmt man bald von den Fortgeschrittenen, auf Einiges sei jedoch vorab hingewiesen: Sorgfältige Körperhygiene, kurz geschnittene Fuss- und Fingernägel sowie ein sauberer Gi (Judo-Anzug) sollten selbstverständlich sein. Kaugummi, Schmuck, Uhren etc. sind eher hinderlich beim Üben.
 
Beim Betreten und Verlassen der Matte verbeugt man sich kurz vor dem Bild des Aikido-Begründers. Bei Verspätung wird im Kniesitz (Seiza) am Mattenrand gewartet, bis der Lehrer ein Zeichen zur Teilnahme gibt.
 
In Wartephasen (Vorführungen, Training zu dritt) nimmt man in Seiza (evtl. auch im Schneidersitz) Platz. Man achte stets auf eine entspannte, aber auch aufmerksame und aufrechte Haltung – die äussere bildet mit der inneren eine Einheit.
 
Der Lehrer bestimmt Übungsbeginn und –ende. Auf sein Zeichen hin wird sofort begonnen bzw. abgebrochen und am Mattenrand Platz genommen.