Paddeln, Grillen, Film und Judo

Am letzten Wochenende vor den Ferien, startete die Trainingsgruppe um Tino Rose eine kleine Kanutour, mit anschließender Übernachtung in der Judohalle. Das Treffen war für Samstag 10:00 Uhr angesetzt. Am Standort des Leipziger Kanuclubs angekommen, wurde die ursprüngliche Idee, bis zum Cospudener See zu paddeln, verworfen und wir nahmen uns vor, erst mal nur die Lauer zu besuchen.

Als erstes mussten natürlich die Boote zu Wasser gelassen und die Sitzordnung festgelegt werden. Außerdem mussten wir den Proviant, den die vielen einsatzbereiten Eltern zur Verfügung gestellt hatten, auf die Kajaks verteilen. Nach einer viertel Stunde schwammen dann alle Boote voll besetzt auf dem Wasser, alle Insassen selbstverständlich versorgt mit Paddel und Schwimmweste. Die erste Etappe war noch gut zu schaffen, gemütlich ging es zur Schleuse Connewitz, um in Richtung Floßgraben zu kommen. Da man diesen, aufgrund der derzeit andauernden Brutzeit des Eisvogels, nur zu bestimmten Zeiten befahren darf und das Schleusen selbst ziemlich lang dauerte, mussten wir uns nun etwas beeilen.

Gegen 12:45 Uhr erreichten wir dann die Lauer. Flugs wurden die Decken ausgebreitet, das Essen verteilt und das Picknick konnte beginnen. Während dessen waren die Kinder schon fleißig am Baden. Die Anstrengung der Hinfahrt war vergessen und es wurden sich Boote geschnappt und der See unsicher gemacht. Auch ein schöner Kletterbaum, unter dem weiterhin mit Elan gegessen wurde, wurde direkt in Beschlag genommen. Wie oben erwähnt, ist der Floßgraben nicht dauerhaft befahrbar (nur von 11:00- 13:00, 15:00-18:00 und 20:00-22:00) und so warteten wir noch bis halb fünf, bevor die Kinder eingesammelt und die Boote bepackt wurden.

Anschließend ging es die gleiche Strecke wieder zurück. Als Highlight wurde dieses Mal nicht geschleust, sondern die Bootsrutsche benutzt. Dies sorgte für allgemeine Begeisterung. Ab jetzt war ja auch ein Großteil der Strecke abgearbeitet und man legte sich nochmal ins Zeug. Auf dem letzten Kilometer machte sich dann doch die Anstrengung der Pause bemerkbar und so kamen wir nur noch schleppend voran. Dass wir jetzt gegen die Strömung fuhren, machte das Ganze leider auch nicht besser. Irgendwann kam dann jedoch der Kanuverleih in Sicht, die letzten Kräfte wurden mobilisiert und wir hatten es geschafft.

Jetzt schnell die Boote wieder abgeben und dann ging es auch schon in Richtung Bushaltestelle. Vorher machten wir noch an einer Eisdiele halt und nahmen nach dieser anstrengenden Tour eine kleine Stärkung zu uns. Satt und zufrieden, ließen wir uns dann vom Bus nach Lindenau verfrachten.

Zurück in der Judohalle wurden zuerst die Nachtlager errichtet, danach wurden einige Runden Fußball gespielt und der Grill angeworfen. Nach anfänglichem Streit, ob man den Grillkäse nun teilen muss oder nicht, hatten sich dann doch alle eingekriegt und ließen es sich schmecken. Hierbei fanden die Salate leider wenig Anklang, Steaks und Würste dagegen waren schneller weg, als Nachschub organisiert werden konnte.

Dann war es auch schon fast um neun und es war dunkel genug, um mit Filmschauen anzufangen. “ICH, einfach unverbesserlich” sorgte bei allen für eine heitere Stimmung. Leider war der Film gegen elf vorbei und es kehrte langsam Ruhe in die Halle ein.

Am nächsten Morgen waren die ersten schon halb sechs wieder auf den Beinen, was bei einigen Anderen für Frustration sorgte. Zum Glück überwog der Drang Fußball zu spielen, so dass diejenigen, die noch schlafen wollten, das auch konnten. Ab um acht wurden dann nochmal die Judosachen angezogen und es wurde noch ein bisschen gespielt und für die baldige Kyu-Prüfung geübt. Dann wurden die Kinder nach und nach abgeholt und ein schöner Ausflug neigte sich seinem Ende.

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