Gold im siebenten Anlauf

Michelle Hoffmann kennt den Grenzort Kufstein bereits sehr gut. Bereits siebenmal war die Leipzigerin zu Gast in dem Österreichischen Ort am Inn. Der Grund: der Osterpokal der Stadt Kufstein. Medaillen konnte sie bereits einige mit nach Hause bringen. Doch was ihr bisher fehlte war die Goldmedaille.

Dies hat die 16-Jährige jetzt endlich geschafft. Nach einem schnellen Auftaktsieg stand sie im Halbfinale in der Gewichtsklasse bis -57 kg der deutschen Celina Helm gegenüber. Nach kurzer Kampfzeit ebnete ein fulminanter Fusswurf den Weg ins Finale und somit die Chance, ihre erste Goldmedaille mit nach Leipzig zu nehmen. Im Finale kämpfte Michelle, die in diesem Jahr erst zwei Niederlagen zu verzeichnen hatte, gegen die starke Österreicherin Magdalena Lackner. Der Kampf blieb lange Zeit spannend und ausgeglichen, bevor Michelle eine Minute vor Kampfende ihr Spezialtechnik im Boden, eine Sankaku-Waza, durchbringen und ihren ersten Turniersieg in Kufstein bejubeln durfte.

HalleIhre Trainingskameradin Lea Wierick eroberte nach einer beherzten Hoffnungsrunde die Bronzemedaille und damit ihre erste Medaille in der vielleicht neuen Gewichtsklasse -44 kg.

Platz fünf belegte Melissa Kovacs. Nach einem souveränen Auftaktsieg gegen eine österreichische Sportlerin stand sie der Berlinerin Cheyenne Schneider gegenüber. Leider verlor Melissa nicht nur diesen Kampf, sondern auch das kleine Finale mit Festhaltetechnik. “Sie fand leider nie zu ihrer Linie”, ärgerte sich Trainer Sebastian Hampel über die verpasste Medaillenchance. Doch insgesamt war er zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge: “Der Osterausflug bekam nach dem kampfstarken Auftritt einen positiven Anstrich und war ein sehr guter Test für die kommenden Aufgaben.”

Mit knapp 600 Judokas aus 10 Nationen war der Osterpokal in diesem Jahr wieder sehr stark besetzt.

 

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